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Lüftchen vorbei, von denen man nicht weiß, woher sie wehen;— und als alle Freuden-Dünste des heutigen Tages imAuge zum Abendthau zusammenflössen und mit ver Sonnesanken; als der Theil des Himmels, den die Sonne übcr-slammte, weiß zu glühen anfing, eh' er roth zu glühen be-gann, indeß der östliche Theil im dunkeln Blau nun derNacht entgegen kam; als wir jedem Vogel und Schmetterlingund Wanderer, der nach Lilienbad seine Richtung nahm, mitden Augen nachgezogen waren: — so schloß uns endlich dasschöne Thal, in das wir so viele Hoffnungen als Samenkünftiger Freuden mitbrachte», seinen Busen auft — UnserEingang war am östlichen Ende; am westlichen sah uiis diezur Erde herabgcgangene Sonne an und zerfloß gleichsamaus Entzücken über ihren angewandten Tag in eine Abend-röthe, die durch das ganze Thal schwamm und bis an dieLaubgipfel stieg. Nie sah' ich so eine; sie lag wie hcrabge"tropfet in dem Gebüsch, aus dem Grase und Laube und malteHimmel und Erde zu Einem Nosen-Kelch. Einzelne, z"'weilen gepaarte Hütten hüllten sich mit Bäumen zu; lebe»*dige Jalousie-Fenster aus Zweigen preßten sich an die Aus"sichten der Zimmer und bedeckten den Glückliche», der herausnach diesen Gemälden der Wonne sah, mit Schatten, Düften,Blüten und Früchten. Die Sonne war hinabgerüekt, dasThal legte wie eine verwittibte Fürstin einen Schleier vonweißen Düften an und schwieg mit tausend Kehlen. Alleswar still — still kamen wir an — still war es um BeatensHütte, an deren Fenster ein Blumentopf mit einem einzige"Vergißmeinnicht noch vom Beziehen tröpfelte — still wählte"wir unsere gepaarten Hütten und unsere Herzen zerginge» unsvor ruhiger Wonne über diesen heiligen Abend unsrer k"»ltigen Festtage, über diese schöne Erde und ihren schö"^Himmel, die beide zuweilen wie eine Mutter sich nicht rege"-