204
Schweigen heraus. So stumm waren wir alle die Terrasse ^ umhinunter gekommen, — und jedes war auch schon von sei« ' „o inein belaubten Regenschirme hinweg — als auf einmal die mer
tiefe Sonne die schwarze Wolkendecke durchbrannte und ent- viel
zwei riß und den Leichenschleier des Gewitters weit zurück nicht
schlug und uns überstralte und die glimmenden Gesträuche zur
und jeden feurigen Busch. . . . Alle Vogel schrien, alle hen
Menschen verstummten — die Erde wurde eine Sonne — die
der Himmel zitterte weinend über der Erde vor Freude und zwei
umarmte sie mir heißen unermeßlichen Lichtstralcn. — — zwei
Die Gegend brannte im himmlischen Feuerregen u>n stau!
unS: aber unsere Augen sahen sie nicht und hingen blind an zücke
der großen Sonne. Im Drang, das Herz von Blnt un° tenvi
Freude los zu machen, versank Gustavs Hanv in Beaten-)ihre — er wußte nicht was er nahm — sie wußte nicht waS gen,
sie gab, und ihre gegenwärtigen Gefühle erhoben sich weit ernte
über geringfügige Beringungen. Endlich legte sich die uw«donnerte Sonne wie ein Weiser ruhig unter die kühle Erde,ihr Abensroth ruhte glühend unter dem blitzenden Wetter, ssrschien wie eine Seele zu Gott gegangen zu sein und ein Do>"
«erschlag fiel in den Himmel nach ihrem Tode. . . .
Es dämmerte, ... die Natur war ein stummcS 6ic«bet. . . . Der Mensch stand erhabener wie eine Sonne da«rin; denn sein Herz faßte die Sprache Gottes ....
wenn in das Herz diese Sprache kommt und es zu groß wirdfür seine Brust und seine Welt: so hauchet der große Ge-nius, den es denkt und liebt, die stillende Liebe zu de» >verl
Menschen in den stürmenden Busen, und der Unendliche lässet ga„,
sich von uns lauft an den Endlichen lieben. . . .
Gustav empfand die Hand, die in seiner pulsierte u»d ner
auS ihr herausstrebte — er hielt sie schwächer und sah ^ ^
schönste Auge zurück — seines bat Beaten unendlich rührend able