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j ohne einen einzelnen Stern vorzuzeigen, auf mehr ächten! Ruhm Anspruch als irgend eine andere, in welche derwarme Glücks-Wind den Blumenstaub oder die Phönir-? Asche irgend eines Genius zur Geburt einweht. Man kannüberall geboren werden, z. B. in Betlehem, aber nicht überallgepflegt, die Erhaltung eines Genius ist, wie in der Theolo-gie, die zweite Schöpfung; und so hat die ästhetische Wie-dergeburtsstadt Weimar die Ehre, die Geburtsstadt von viergroßen Dichtern zu sein, so wie Jena die Ehre einer Enr-» bindungsanstalt mehrer Philosophen.
> Was ist nun politisch das, woraus die deutsche Masse,! nicht der Einzelne, seine Nazional-Chre und Liebe gründet?— Etwas sehr Verschiedenes von zwei verschiedenen Na-zionen. Denn wir — ohne das französische Feuer für per-j seitlichen Glanz, das den Einzelnen so leicht in jedes siegenve» Ganze einsticht — und ohne das englische Trotzgefühl selbst-ständiger Freiheit, und überhaupt ohne jene Zündruthen an-derer Nazionen, um Felsen zu sprengen — wir, sag' ich,sind eben deshalb nicht im Stande, die Augen zuzudrückenund von Europa nichts zu spüren, als unser Auge; wir sind' nicht im Stande, unsern Blick so zu beschränken als unsere, Macht; sondern wir vermögen nur, mit Verzicht aufMassen-i Schimmer für das alte in Poesie und Leben durch alle Län-, der und Jahrhunderte hindurch gehende deutsche Attribut derj Rechtlichkeit und Redlichkeit zu leben, zu eifern und zu stre-^ ben. Denn nur der ruhigen wellenlosen Seele offenbart sich' das Recht am reinsten wie eine nachgespiegelte Sonne. Un-! sere Freiheits - Liebe ist nur Rechtlichkeits-Liebe, nicht Glanz-i' und Raübsucht. Und so lange dieser Sinn in uns nicht zuj ermorden ist, werden wir Knechtschaft hassen und Vaterlandlieben. Rechtlichkeit verknüpft die Deutschen — eigentlichdie Menschen — und wehe dem, der das Band durchschnei-