Band 
[Fünf und zwanzigster Band. - Sechs und zwanzigster Band.]
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Vorredet).

wäre für den Verfasser aus manchen Gründen kein an-genehmer Umstand, wenn man den Titel des Buchs deutlichfände anstatt dunkel und vieldeutig; indeß will er das Ge-gentheil hoffen, da Dämmerungen so vielerlei bedeuten kön-; neu — die des Abends, die des Morgens — an den Polen! die am Mittage ohne Sonne, und die in der Mitternacht! ohne Nacht, und endlich in der nordischen Mythologie die' sogenannte Götterdämmerung, d. h. den Götter-Sterb — oderentgegengesetztes auf einmal.

Dämmerung übrigens ist ein so erquickliches Bild, sieführe uns nun der Sonne oder den Sternen zu. Wer konnteje den Frühgottesdienst einer Frühlingsdämmerung voll Ler-chen und Blüten vergessen, wenn er ihn gefeiert hatte? Dennwas war der ganze Tag dagegen? In den Dämmerungen! regiert das Herz.

Dieses Buch ist eigentlich blos die Vollendung der Frie-i denspredigt. Möge die Lesewelt die Verzeihung der letz-; tern wiederholen! —

Mit den deutschen Wunden sind zugleich auch die deut-schen Ohren offen; daher rede Heilsames, wer es vermag; undmöchten nur Männer, die es am besten vermöchten, jetzo nicht

j) Die Dämmerungen rc. erschienen zu Tübingen in derI. G. kvtta'schen Buchhandlung 1809. M.