118
gensatze gegen die fachen- und bildergroße Mythologie an-derer Völker — blenden und malen, indem die Rabbinen,wie Handelsleute und Kinder, Größe Gottes, der Hölle u. s, w.in Zahlen suchen.
Eben so kleinlich wird der Bewunderungs-Wahn, wenner's an der Helden-Macht groß findet, an einem Zungen-bande Völker und Pferde und Wagen zu ziehen und zu len-ken; denn auf die Thronspitze gestellt wohnt diese Zungen-und Feder-Kraft dem kleinsten jüngsten Männchen bei, daskaum seinen dicken Zepter umgreift. Ein Krvnkind kanndie Rechen- und Spinn-Maschine eines fertigen Staats um-drehen. Der Mordbrenner des ephesischen Tempels wurdenoch unsterblichr als dessen viele Erbauer; ohne jenen würdeder Tempel unter so vielen eingestürzten nicht so viele Federnbewegt haben, als er jetzt thut schon für Anspieler.
Aber was trägt denn der Feldheld für Kronen? Dreiwie ein Pabst. Die erste ist die mathematische der Kriegs-statik und Mechanik. In London ließ John Clerk, der nieauf einem Schiffe gewesen, wenige Eremplare von seinerneuen Seetaktik abziehen — einige erhäschte wurden die Ge-setzgeber der brittischen Seemacht, und der Stubenmenschtheilte auf seinem Sessel Siege auf dem Weltmeere aus.Dieselbe mathematische Kraft, womit nachher der Feldherrstatt unbenannter Zahlen benannte Menschen in Divisions-erempel austhürmt, besaß an und für sich der gute Taktik-und Strategie-Schreiber sammt den Landkarten zu Hauseneben sich. Vielleicht erklärt sich daraus Heinse's Bemer-kung, in seiner Anastasia, daß viele große Feldherrn das
Gelenke; an jedem Gelenke 1000 Fässer Galle zum Peini-gen der Verdammten. Flügge'« Geschichte des Glaubensan die Unsterblichkeit. B. l.