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eines Volks — noch höher als schon ein einzelnes über dasErdtreiben hebendes Begräbniß auf den Flügeln und Flam-men der Vaterlandsliebe schwingen, und die Gemeinschaft derWunden würde zugleich sich zu heilen, und sich zu rüstenanfeuern — Nicht aus Persönlichem Schmerze, aber aus all-gemeinem ersteht Großes, nicht aus jeder Asche fliegt einPhönix auf.
Unsere westlichen Nachbarn — wiewol uns jetzt auchnach der übrigen Windrose benachbart — haben mehr diesenantiken Sinn, der lieber Geister als Maschinen bewegt. Imköniglichen Schlosse zu Versailles*) war (oder ist vielleichtnoch da) eine Uhr, welche wahrend dem Leben des Königsstill stand, nach dessen Tode ging bis zur Krönung des neuen,dann auf die Todesstunde des alten still-gestellt wurde, gleich-sam ein ewiger Zeiger des Grabes mitten auf dem Throne,eine schlagende Wünschelruthe der Königsasche. Ein anderer,aber unchristlicher und Herz-durchbohrender Zeiger war diejährliche Königsmordfeier der Revoluzion; indeß doch demrömischen Großheitsbarbarismus verwandt. Laßt uns etwasweniger Erhabnes, aber mehr Erhebendes, wiewol den rö-mischen Trauerfesten blos von weitem Verwandtes beschauenund bedenken. Es ist dieß, daß ein König auf einem Throne,der sich seit einigen Jahren unter dem Kriegserdbeben gesenkthatte, gleichwol alles an den wenigen Stellen erlaubte —wo er noch verbieten konnte — was gegen ihn und einenStaat geschrieben wurde, der sich den potenzierten Protestan-tismus nennen darf. Mitten unter den Unglücksfällen undunter Feinden trauete er seiner Protestantischen Regierungs-verfassung ein Gegengift zu gegen alle Unglückswahrsagernicht sowol, als Vor- und Nachsager. Und er hatte Recht;
*) Sanders Reisen durch Holland und Frankreich. B, I.