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Kraft berechnet; beim er kennt fast keine und übermannt nichtnur, sondern überlebt auch jeden Eigennutz.
Sogar der Güter-Geiz spürt sich durch langes Bereichernenvlich auf einen Geldhaufen, wie auf einen Berg gestellt,von wo aus er in ein Kanaan langer Goldflüsse blicken kann;aber der Ehrgeiz fängt jedesmal von Neuem an — vor einemschändenden Worte versinkt der Glanz und Ehrenschatz langerJahre — ja dieser Hunger begehrt noch Nahrung nach demTode des Magens. Wie ließ sich nicht Voltaire bei demfünfzigjährigen Jubiläum seiner Silberhochzeit mit den Mu-sen, als er in Paris war und verschied, wie ließ sich nichtdieser Triumphaler unter der -Aufführung seiner Irene, seinesletzten Trauerspiels (leider für ihn und Literatur ein fünfterAufzug) sich aus jedem Auftritte Boten mit Nachrichten zu-sertigen, was gefallen im guten Sinne oder gefallen im bö-sen? — Und steigt dieß nicht bis zu Fürsten hinauf, welche,obwol in: Lorbeerwalde ihres Hofes und ihres Volkes wohn-haft, doch nach neuen auswärtigen Lorbeern die Hand aus-strecken?
Auch gesteht jeder das Streben nach Rühm sich und an-dern ein, aber weniger das nach Nutzen; und die Offenbarungselber leiht dem sich genügsamen Unendlichen dennoch Freudean unserer Anbetung.
Was ist aber alle Wirkung gegen den Feuerreiz derdurchgreifenden Achtung, welche man von dem geliebten Staateerhält als dessen Bürger und Liebhaber unter den andern Bür-gern und Liebhabern? Was ist alles Geld desselben gegendas höhere Ehren-Gepräge, womit der Staat einen Menschenzur Selbst-Medaille umstempelt? — Wie viel Austheilungder Staatspreise wirken, sehen wir in olympischen Spielen undrömischen Triumphen; — ganze Volker wurden beflügelt; ein