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laues Fortwehe» der warmen Feierstunven am Herzen fort-fühtt, wie zuweilen in manchen himmlischen Abenden desFrühlings alle Gassen der Stadt, in welcher kein Gartennächst, ein Blütenduft durchzieht, den die ganze warmblü-hende Umgegend zuhaucht. Dieses sanfte, der Liebe eigeneFortfreuen, ohne den Gegenstand und ohne die heißen Son-nenblicke der Entzückungen, ist das fortdauernde Umspü-len der Brust durch einen ätherblauen Tag und eine frisch-grüne unabsehliche Landschaft.
Gleichwol kann ich allen vorigen Klage» über das Nach-dunkeln der Gefühle einen Trost zur Antwort geben, denTrost ihrer Auferstehung durch die Kunst. Wenn der Ge-genstand entwich und ihm dann nachstarb die begeisterteStunde, die er gegeben: so tritt die Kunst zu uns und wecktdas Gestorbene auf; die Malerei gibt uns den Gegenstandzurück und damit die begeisterte Stunde — die Tonkunst gibtdie Begeisterung und damit den Gegenstand — die Dicht-kunst gibt beide wechselnd.
Wenn die Malerei das Lauffeuer der Augenblickeanhält zum Feststehen: so blickt die Zauberlandschaft, dasZauberauge, die Zaubermenge dich unaufhörlich an, undjeden Tag kehren deine höchsten Freuden um und die Sonnesteht vor dem Maler (anders als vor dem tödtenden Josuah)nur still, um dem wärmer» Leben sortzuleuchten.
Welche Stunden und Seelen und Körper müßten sichan einander reihen, um dir nun eine einzige Jnnenfeier zubereiten, welche du von der Tonkunst in Einer Minutewie von unsichtbaren Händen 'empfängst! Habe groß undselig geweint, wie du nur willst: die Tonkunst spricht dirdein Herz nach und bringt dir alle Thränen wieder.
Und dann endlich gibst du, gute Dichtkunst — mit demganzen Reichthum beider Schwesterkünste — die Menschen