Band 
[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
Seite
116
JPEG-Download
 

116

ben. Im zweiten weißt du nicht mehr, daß du im er-sten geweint.

So viele Blüten des Lebens fallen ab — später so vielehalbreife Früchte. Ist nur dein Herbst daran leer? DerMensch kann, wie der Baum, nicht alle Blüten zu Früchtenvollenden, die er treibt.

Nie duften die Blumen so süß und stark als vor demGewitter. Schöne Seele! wenn zu dir ein Gewitter herzieht,sei eine Blume, und dufte sanft.

Gegen die Erde gibt es keinen Trost, als den Ster-nenhimmel.

Dir Blume schläft, das Herz schläft, aber um vollerwieder zu erwachen.

Wie kann der Mensch klein sein oder sich klein achten,ein Wesen, das die Größen seines Innern sieht und mißt!'

Die Erde erscheint im Zimmer klein und unsichtbar,aber ein Menschenherz erscheint im Zimmer groß, ss auchsein Schmerz.

Ihr Kleingläubigen! Wozu hat euch denn Gott dieganze Weltgeschichte durch die großen Menschen gegeben, undihr wollt doch noch an ihm zweifeln? Was sollten denn die