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»euer« und eine neueste berathen. So kommen seit Jahr-hunderten die Schneegänse in jedem Jahre zu zeitig an dennördlichen Küsten an, und müssen daher in jedem Jahrewieder zurück wandern. Minister sehen oft die zufälligenUnähnlichkeiten der englischen Revoluzion, der Nordamerika-äschen, der französischen, der spanischen, der südamerika-">Ichen u. s. w. recht gut, aber die gemeinschaftlichen Aehn-llchkeiten recht selten. So wissen sie sehr wohl, daß — umb" den Gänsen zu bleiben — die zahmen so unglaublichdumm sind, und auf der Stelle zu fangen; aber sie denkennicht daran, daß die wilden oder freien ungemein klug undiistig sind, und den Jägern wahre Mühe machen; weil Frei-heit öfter Verstand gibt als Verstand Freiheit.
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Stille Gewalt der Zeit.
Wer diese leise, aber aufreibende Macht der Zeit, näm-lich des Zeitgeistes, im Kleinen sehen will, der schaue nach,"ne er Wörtern und Namen Adel wechselnd gibt und nimmt,und bald mit einem vorigen Ehrennamen schimpft, bald miteinem vorigen Ekelnamen lobpreiset. Schon Förster bemerkte,daß sich politische Parteien keine Schimpfnamen geben soll-ten, weil diese zuletzt den Werth von Ehrenzeichen gewinnen,wie in Holland und in Frankreich. So sind die alten, sonstschuldlosen Wörter, Schelm, Schalk, Schimpf, Dirne, Bube,in Schmutz eingesunken; sogar der Titel, Spitzbube, hat vielgegen sonst verloren, wo er einen Knappen oder Buben mitder Lanzenspitze bedeutete. Manche andere Wörter, wie z. B.phantastisch, einfältig, Salbung, neigen sich wieder mehr zumpoben hin, und schwanken nur selten zum alten Tadel zu-rück. — So unaufhaltsam, wenn auch langsam, arbeitet derZeitgeist die Wörter in ihren eignen Widerspruch um oder