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in ihre Selbstfeinde. Wer nun das Festhangen des Geistesan seiner Zunge oder Sprache kennt, weil sie die Küstenbe-wahrerin seines Kopfes ist oder die Aufseherin über seineSchatzkammern: der ermesse aus der Gewalt, welche zu die-sem Losziehen und Abreißen von dem alten Sinne einesWortes gehört, die Kräfte der Augenblicke, und zwar derunzähligen. Zur stillen Gewalt der Zeit gehört die laute.
lo.
Die laute Gewalt des Zeitgeistes.
Die Natur zeugt und gebiert stumm in jedem Frühlingihre neuen Welten, und sie wird nur laut an irgend einemjüngsten Tage, wo sie zertrümmert.
Umgekehrt gebären und ersterben die Völker. Ihre Ge-burten und Wiedergeburten geleitet ein Sturm. Der Kriegund Mars ist häufig der Geburthelfer der Zeit; hingegenneben dem Fortleben und Ableben der Völker steht der altestille Saturn, und verschluckt leise. Sogar die religiösen Re-vvluzionäre, die wildesten von allen, verwandeln aus Wehr-wölsen sich in Sünden ertragende Lämmer zurück; und diewahnsinnigen Wiedertäufer sind im unruhigen Holland dieruhigen Mennoniten. — Es ist aber ein alter Ministerkunst-griff oder Fehlgriff, das Geschrei, das Blut, die Wehen beieiner politischen Geburt — die freilich öfter eine Arm- undFuß-, als eine Kopfgeburt ist — für die sichtbarsten Zeichenauszugeben, was nun vollends von dem Wechselkinde zu er-warten sei, wenn es aufgeschossen herumgehe — als ob beidem Kaiserschnitt durch das gewöhnliche Kriegschwert nichteben so viele harte Bewegungen vorfielen, welche doch in diefriedlichen der Wiege übergehen. — Aber oft sind leidermanche, die über Unruhen klagen, gerade dieselben, die sitstiften. — Bald würde ein herrliches Spanien seine inneren