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Herzen wie Altäre zur Andacht einweihte, dann sagte: nunwollen wir beten, darauf schwiege, die Hände saltete, Hauptund Augen senkte und so mit ihm die ganze Gemeine, undwenn in dieser kurzen Jnnenseier höchstens die Orgeltöne ei-nes Chorals (vielleicht des vorher gesungenen Liedes) lang-sam gingen und mitbeteten — so würd' es wahrlich schwersein, nicht zu beten oder nicht recht zu beten.
7 .
Schwäche der Harten.
Je härter gegen andere, desto weniger gegen sich, unvdie Prahler mit Unempfindsamkeit, welche schwer von frem-den Leiden schmelzen, weinen und zerfließen am ersten beieigenen; und die weiche Frau erträgt mehr als der harteMann.
So hält der harte Diamant das Feuer nicht aus, dasdie andern weichern Edelsteine bestehen. Aber die jetzigenLeute besuchen die Gesundbrunnen der Philosophie und Dicht-kunst, nicht um durch sie die Steinbeschwerden ihres Innernzu heilen und zu zertheilen, sondern um davon artige Ver-steinerungen nach Hause zu bringen.
8 .
Weibliche Kronabnehmung(wie der Mäler sagt Kreuzabnehmung).
Die Königin Christine ließ am Tage, wo sie vvm Throneherunter ging, sich mit allen Reichs-Jnsignien ausschmücken,mit Krone, Zepter und Apfel, und nach der Abdankung dar-auf sich alle wieder abnehmen — und dieß gefällt uns Allen.Aber eben so schön stellen die Christinen des Geschlechts,wenn sie lange die mannigfaltigsten, störrigsten Jünglinge
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