Band 
[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
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12 .

Trust gegen die ewige Flucht der Zeit.

Du kannst keine Sekundenuhr lange aushalten undklagst:

Die Zeit ist ein stets Vorübertropfen von Augenblicken,die hinter einander fallen und verrauchen; oben hängt unver-ändert die Zukunft und unten wächst ewig die Vergangenheitund wird immer größer, je weiter sie rückwärts flieht; wasbleibt bei mir? — Die Gegenwart, antwort' ich. Wie auchdie Zeit vor dir vorüberfliege: die Gegenwart ist Deine Ewig-keit und verläßt dich nie.

13 .

Der Mensch.

Momus sah die Thiere an und sagte endlich, lange sin-nend: jedes Thier ist einem Gotte oder einer Göttin ähnlich;aber welches ist das Ebenbild aller Götter? — Da schufPrometheus den Menschen und sagte: Dieses!

14 .

Die Dichtkunst.

Biene, wozu holest Du Dein Wachs, zu Masken oderLichtern, zum Verstecken oder zum Beleuchten?

Die Biene versetzte; zu Keinem, nur zu Zellen meinesHonigs; fragt nur den Dichter. Ich auch, antwortet dieser:weder täuschen will ich, noch enttäuschen, nur versüßen.

15 .

Der schlafende Gott.

Der Allgeist ruht oder schläft, sagt der Menschzwerg, sooft sein Milbenauge dessen Gang nicht mehr verfolgen kann.