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[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
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mehr, indem sie ihre Erzeugnisse recht lange, wenn nicht nachHorazens Rathe im Schreibpulte, doch in der Tasche umher-tragen, um sie reif auszutragen, gleichsam edlere Beutelrat-ten vorstellen, welche ihre unreifen Geburten in ihren Taschenzum Zeitigen mit sich schleppen, und sie da lange aus- undeinspringen lassen, bis sie allein laufen. Eigentlich publiziertein guter Roman- und Versdichter sein Werk zweimal, erst-lich in Gesellschaft, zweitens vor der Welt; aber die ersteBekanntmachung ist wol, so wie sie die gewisseste und stärksteist — indem bei der zweiten oder öffentlichen oft das Werkin viel zu wenige Hände gelangt — so auch die schönsteund schmeichelhafteste sowol für den Hörer als den Schrei-ber, weil dieser seine erste, nur Ein Eremplar starke Ausgabenoch dazu auf Schreibpapier und mit eigenen Handletternübergibt, und durch Vorlesen selber verlegt und absetzt. Undso ist denn — wie in den Klöstern unter dem Speisen vor-gelesen wird — in großen Städten ein Thee oder anderesTrinken selten so dürftig, daß nicht ein Poet da wäre, deretwas aus der Tasche zöge.

Zn meiner hatt' ich, wie gesagt, nichts; — vorgelesenhatt' ich von mir in meinem Leben auch nie etwas, wenig-stens nichts Ungedrucktes; — als dennoch in Löbichau dochetwas Weniges zu einer Vorlesung gefedert wurde: so macht'ich das Wenige, was ich selber vorgelesen, und womit ichdiesen langen Aufsatz und meinen Abschied von Ihnen, ge-liebteste Leserin, hier beschieße.