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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Einbringung einiger Gefangenen im Besitz. Major Erckert wandtesich darauf dem Südausgang der Stadt zu.

Die zur Umgehung von Avalion auf der Ostseite entsandte3. Kompagnie (Hauptmann Obueh), welche zugleich mit dem vonMontreal im Anmarsch begriffenen Detachement Weyrach Ver-bindung aufnehmen sollte, war mit dem 6. Zuge (Reserve-Lieutenant Dieterich) als Vortrupp auf mehrere, in Waldstückenund Schluchten aufgestellte feindliche Abtheilungen gestossen;Dieterich hatte sie so kräftig zurückgeworfen, dass die ihm folgendeKompagnie überall den Weg frei fand. 1 ) Ihre wirksame Umgehungs-bewegung dürfte nicht ohne Einfluss auf die schleunige Räumungder Stadt durch die Franzosen gewesen sein. Die Kompagnievermochte noch auf geschlossene, im Abzug begriffene Abtheilungenerfolgreich ohne eigene Verluste zu feuern, obgleich auch sie be 1ihrem Eindringen in den unteren Theil der Stadt aus mehrerenGebäuden Feuer erhalten hatte.

Nach Einstellung des Artileriefeuers hatte auf dem rechtenFlügel Major Kornatzki die 5. und 8. Kompagnie über die GehöfteLa Croix Sirot und La Maladiere zur Sperrung des westlichenStadtausganges gegen die Höhen Vorgehen lassen, welche die inschroffer Schlucht in westlicher Richtung zur Strasse nach Clamecyführende Strasse beherrschen; sie folgten dem aufgelösten 4. Zuge(Lieutenant Meissner), der nach leichtem Gefecht die beidenschwach besetzten Gehöfte nahm und einige Gefangene machte.Während dessen bemühte sich das Mobilisirten - Bataillon Aube,über Pontaubert auf der Strasse nach Clamecy abzuziehen. Gegendieses wurde der Schützenzug 5. Kompagnie (Lieutenant Hintze)entwickelt, dessen Feuer den Rückzug des Feindes beschleunigteund ihn auch aus dem Weiler Eubigny vertrieb, Die 5. und 8. Kom-pagnie waren, den Schützen der 6. folgend, im Vorrückengeblieben und hatten die vorbezeichnete, beherrschende Höhe süd-westlich der Stadt erreicht. Von ihr aus sahen sie kleinere feind-liche Abtheilungen theils die steilen jenseitigen Höhen hinan-klimmen, theils auf der Strasse nach Chätillon abziehen. Ihnenfolgend, stiegen die Kompagnien den schroffen zum Cousin abfallendenThalrand hinab, überschritten den zugefrorenen Fluss und er-klommen den jenseitigen Abhang, von wo sie die Strasse nachLormes bestreichen und die Abziehenden beschiessen konnten.Bei dieser Gelegenheit wurde der mehr als 60jährige Kommandeur

D Sch. 353.