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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Montigny sur Aube über Moloy und Youlaines, 2) nach Paris überdie Engwege des Val Suzon, Chanceaux, Chätillon sur Seine u. s. w.,3) nach Montbard und Paris über Verrey und Pasques oder überSombernon und Yitteaux, 4) nach Bourges über Pouilly, Saulieu,La Charitö, 5) nach Bourges über Bligny sur Ouche, Autun,Chateau Chinon, Chatilion en Bazois und Nevers. Alle diese Strassenhaben sowohl auf der, vom eigentlichen C6te dOr - Gebirge zurHochfläche von Langres sich erstreckenden Höhenkette selbst untereinander Verbindungen über Autun, Arnay, Sombernon, St. Seineuud Moloy, als auch nordwestlich der Höhenkette über Chätillonsur Seine, Montbard, Avalion, Lormes und Chätillon en Bazois. 1 )

Nicht weniger im Mittelpunkt des Verkehrs stand Dijonbezüglich der Eisenbahnen. Vornehmlich bildete es den Durchgangs-punkt der wichtigen grossen Linie von Lyon nach Paris, welchesich bei Nuits sous Ravieres in die beiden Zweige durch denlangen Tunnel von Blaisy Bas und das Oze - Thal über Joignyeinerseits und durch das Seine - Thal über Troyes andererseitsspaltete. Von dieser Grundlinie zweigte sich bei Chagny, südlichDijon, die für die Verbindung des Ostens mit dem mittlerenFrankreich so bedeutungsvolle Eisenbahnlinie über Nevers nachOrle'ans und Tours einerseits, nach Bordeaux und dem südwestlichenFrankreich andererseits ab. Nach dem Osten wurde diese Ver-bindung durch eine von Dijon selbst ausgehende Linie vermittelt,welche über Auxonne einerseits nach Gray uud Epinal, andererseitsnach Döle und Besan 9 on führte. Wenn auch die Strecke Dijon-Döle-Besangon kein unersetzliches Glied in der Kette der durch-gehenden Linie Tours - Besanqon war, da die Verbindung überChagny-Chälon-Döle auch ohne Dijon bestehen blieb, so gewährtedoch der Besitz dieser Stadt den Franzosen die Benutzung derkürzesten Verbindungslinie. Denn während zur Versetzung derI. Loirearmee von Bourges-Nevers nach dem östlichen Kriegs-schauplatz das 18. und 20. Korps in Chagny und Chälou surSaöne ausgeschifft werden mussten, weil Werder noch in Dijonstand, konnte im Anfang Januar das nachträglich herangezogene15. Korps durch und über Dijon hinaus mit der Eisenbahn bis inden eigentlichen Operationsraum befördert werden. Auch für weitereNachschübe gewährte die ununterbrochene Verbindungslinie zwischenden Kriegsschauplätzen an der Loire und im Osten unbestreitbareVortheile.

*) E. Brunechasse im Spectateur mit. 1873. Bd. 30. S. 171.