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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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darauf lenken, dass jeder Soldat im Augenblicke des Abmarscheszur Stelle ist und mit seiner Abtheilung in guter Ordnung undRichtung in der Marschkolonne marschirt. Jeder bei drei Appellsohne Rechtfertigung seiner Abwesenheit fehlende Mann wird ent-waffnet und dem Kriegsgericht überwiesen. Der gesammte demFeinde abgenommene Kriegsbedarf, Waffen, Schiessbedarf, Pferdeund Fahrzeuge, wird Staatseigenthum; Jedermann muss es daherunverzüglich an das Hauptquartier abliefern. Jeder Franktireur,dem nachgewiesen wird, dass er obenbezeichnete Gegenständeunterschlagen oder verkauft hat, wird der kriegsgerichtlichen Ab-urteilung unterworfen.“ 1 ) Derartige Befehle lassen die Zuständebei der Truppe zwischen den Zeilen lesen. Von Canzio, GaribaldisSchwiegersohn, gab sogar Graf Segur in seinem Berichte des Unter-suchungs-Ausschusses 2 ) zu, dass er sich in Drohungen gegen die-jenigen Offiziere ergangen hätte, welche durch ihre Aufführungden italienischen Namen und das Rothhemd entehrten. „Manjagte auch die unwürdigen Leute mit Schimpf und Schande fortund schickte sie in Banden von 12 oder 20 von Anfang Dezemberan nach Italien zurück.“

2. Stärke.

Ueber die Stärke der zu Dijon stehenden französischen Streit-kräfte herrscht ein gewisses Dunkel, welches erst völlig aufgeklärtwerden dürfte, wenn sich die kriegsministeriellen Archive in Parisöffnen und aus den Stärke-Nachweisungen Auskunft geben. DieAngaben der verschiedenen Schriftsteller gehen sehr auseinander.Da sie meistens auf wenige gemeinsame Quellen zurückkommen,so können wir uns auf die Widerlegung jedes einzelnen nicht ein-lassen und begnügen uns mit einigen Bemerkungen zu den her-vorragendsten.

Wenn Freycinet 3 ) bei Betrachtung der Vertheidigungsmittelvon Dijon vor dem Angriff Kettlers die schliessliche Höheder dort vereinigten Truppen auf 50000 Mann und 90 Geschützenebst 4 Schwadronen Reiterei beziffert, so ist diese Zahl that-sächlich zu hoch gegriffen und kann sich nur auf die StärkeGaribaldis zu Ende J a n u a r s beziehen. Wenige Seiten späterführt er als Besatzung der Stadt Garibaldis Freikorps, ohne Stärke-angabe, und 15 bis 18000 Mann schlecht bewaffneter und un-zuverlässiger mobilisirter Nationalgarden auf. 4 ) Aus diesen un-

9 S. App. VI. - *) Seg. 163. — 3 ) F. 4. Ausgabe. S. 252. — «) F. 256.

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