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Ausser der Vogesenarmee war zur Verteidigung der Stadtselbst eine unter Befehl des Generals Pellissier zusammengezogeneDivision von mobilisirten Nationalgarden bestimmt, welche nachseiner Meldung vom 17. Januar 9 A 1 * ) zusammengesetzt war ausMobilisirten
des Departements Jura, 2 Legionen.7 188 Mann,
„ „ Saöne-et-Loire, 4 Legionen . . 8 900 „
,, „ Loire, 1 Legion (zu Auxonne) . 1 100 „
„ „ Ain, 1 Legion (zu Nuits und Gegend) 2100 „
„ „ Haute-Savoie, 1 Legion (zu Beaune) 1144 „
„ ,, Isere, 2 Legionen (zu Dijon - ) . 2 300 „
zusammen 22 732 Mann
In den nächsten Tage trafen in Beaune noch weitere 2 256Mobilisds de Haute-Savoie ein, so dass Pellissier am 23. Abends über24 988 Mann verfügte. Von dieser Zahl sind die Mobilisirten derLoire, welche einen Theil der Besatzung der Festung Auxonnebildeten und die bereits oben bei der Vogesenarmee berechnetender Isere in Abzug zu bringen. Die Mobilises de l’Ain wurden,als Kettler von St. Seine aus Dijon zu bedrohen schien, am 20. Januarmit der Eisenbahn von Nuits und Umgegend herangezogen 3 ) ; ebensotrafen am 23. V. 3 Legionen Mobilises de Haute-Savoie (3 400 Mann 4 )nach wiederholter Weigerung ihres Befehlshabers, des GeneralsFranzini, auf dem Bahnhof von Dijon ein, nahmen aber nicht amKampfe Theil. 5 ) Thatsächlich standen demnach dem GeneralPellissier zu Dijon am 20. Januar 18 188, am 23. 21 588 Mann zurVerfügung ; zur Verteidigung der Stadt, einschliesslich der Vogesen-armee, im Ganzen am 20. mindestens 42 923, am 23. 46 323 Mann. 6 )
9 E. p. III. 512 und 516 No. 20. — 9 Unter Garibaldis Befelil
— s ) Ja. II. 160; er verzeichnet gleichzeitig die Ankunft der Mobilises
de l’Herault, von denen jedoch Pellissier vor dem Untersuchungs-
Ausschuss angiebt, sie seien ihm nur versprochen worden, abernicht eingetroffen. E. p. III. 512. — 4 ) Pel. 116. Mart. 17. —
5 ) E. p. Ihr 520. No. 43. — 6 ) Um mit Bezug auf die oben angeführtenZahlen das Bild in Betreff der grössten Stärke, welche die Streitkräfte
in Dijon zu Ende Januar erreichten, zu vervollständigen, sei hier hinzu-gefügt, dass daselbst nach dem 23. noch eintrafen: 4 Schwadronen11. Marsch-Kavallerie-Regiments, etwa 600 Mann (Be. 347), 2 BatterienEestungs-Zwölfpfünder ohne Bedienung und Bespannung (Ja. II 198),5. Batterie mobilisirter Artillerie von Bouches du Rhöne, 140 Köpfe,36 Pferde. (E. p. III. 516 No. 21), 2 Legionen Mobilises de l’Isere, etwa4000 Mann. Durch diese Nachschübe erhöhte sich die Stärke der unterGaribaldi’s Befehl in und bei Dijon stehenden Truppen, nach Abzug der am24. Januar wieder nach dem Lager von Sathonay bei Lyon zurück-gesandten 3 Legionen Mobilisirter des Departements Haute-Savoie, aufmindestens 47 663 Mann.