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anging, zur Ausbildung nach Uebungslagern geschickt. Gleichzeitigging man auch mit der Bildung grösserer taktischer Verbände vor,indem man die Zusammenfügung der einzelnen Bataillone zu pro-visorischen .Regimentern, welche nach den Departements, ausdenen sie aufgestellt waren, benannt und ausserdem mit fort-laufenden Nummern versehen wurden, und zwar zu 3 Bataillonena 1200 Mann, anordnete. Ihre Uniform bestand aus blauemWaffenrock und blauen Beinkleidern mit breiten rothen Streifen,Käppi und Ausrüstung ähnlich der Linie; für ihre Bewaffnung warursprünglich das ä la tabatiere zum Hinterlader umgewandelte alteGewehr in Aussicht genommen; mit der Zeit erhielten aber diemeisten Bataillone Chassepots. Trotz des völlig unzureichendenZustandes ihrer Organisation und ihres militärischen Werthes begannman in Frankreich auf die bisher ziemlich missachtete Mobilgardenach den ersten Unfällen fast überschwängliche Hoffnungen zusetzen, ein Umschwung der Meinung, wie er nur bei dem für Ein-bildungen so zugänglichen französischen Charakter zu denken ist.Man that Alles, um in ihr den Funken der patriotischen Be-geisterung nicht erlöschen zu lassen.
Der Werth der der Vogesenarmee zugetheilten Mobilgardenscheint kein besonders hoher gewesen zu sein In den Darstellungenüber Garibaldis Wirksamkeit im deutsch-französischen Kriege tretensie sehr zurück gegen die italienischen Freiwilligen und dieFranktireurs. Der Grund dafür dürfte kaum darin zu suchen seindass sie keinen Geschichtsschreiber aus ihrer Mitte gefunden hätten:es wird vielmehr nicht viel Rühmliches über sie zu berichten ge-wesen sein. Dormoy, der ihre Stärke abwechselnd auf 8—9000 undauf 10000 Mann angiebt, 1 ) schildert ihr Wesen in’seiner drastischenArt folgendermassen 2 ): „Sie waren ordentlich, sanft und gehorsamwie die Lämmer. Von ferne hätte man sie fast für Soldaten ge-halten. Sie waren auch Soldaten und marschirten blind drauf los,wenn nur einmal ein guter Offizier mit seinen Leuten sich zu be-schäftigen geruhte. Unglücklicherweise machte die Mehrzahl derOffiziere, welche ohne Berechtigung (?) dazu ernannt waren, denKrieg widerwillig wie Leute mit, die man in ihren Geschäftenstört. In den meisten Fällen ist es der Adjutant oder Feldwebel,d. li. ein alter Soldat, der die Kompagnie unterrichtet, einkleidet,verwaltet und befehligt. Warum sind denn diese schmollendenOffiziere, nachdem man einen Monat lang einen sehr eingehendenVersuch mit ihnen gemacht hatte, nicht einer Neuwahl unterworfen
] ) Dor. 112 und 114. — 2 ) Ebd. 114.