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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Chagny uud die des etwa 7600 Mann starken garibaldinischen Korpsvon Dölo nach Autun an, mit dem Aufträge für das letztere, unterBedrohung von Dijon ein Vordringen des Gegners nach der Loireüber das für die Führung des kleinen Krieges günstige Berglanddes Morvan zu verhindern, sowie die werthvollen Militäranlagenvon Le Creuzot und die Strasse nach Nevers zu decken. Es konntevon Autun leicht auf Dijon, Chagny, Chälon oder Nevers marschiren,d. h. an der Loire oder an der Saöne einwirken. 2 )

Die Bewegung Garibaldis wurde vom 8. bis 10. Novemberausgeführt Seine nunmehrige „Vogesenarmee“ vermehrte sich baldauf etwa 16000 Mann und schob zu ihrer Sicherung und Bewachungdes Landes von Arnay le Duc über Epinac bis Nolay die 1. und2. Brigade vor, welche Abtheilungen bis Sombernon und Blignysur Ouche abzweigten. Zur Aufklärung gegen Norden schickteGaribaldi die damals erst 700 Mann starke 4. Brigade unter Bicciottigegen die deutschen Verbindungen vor, um mit ihren kleinen Ab-theilungen die Gegenden einerseits über Chäteau-Chinon, Lormes,Coulanges bis Vermanton, andererseits in der Bichtung auf Chätillonunsicher zu machen; in letzterer Stadt überfiel Bicciotti in derFrühe des 19. Novembers preussische Landwehrtruppen und machtesie zum Theil zu Gefangenen.

Nachdem Crouzats Truppen von Chagny zur Loirearmee nachGien herangezogen worden waren, verblieben dort nur Mobile,Mobilisirte und Freikorps, zunächst nicht unter einheitlicher Führung.Sehr richtig hatte Cambriels davon unheilvolle Folgen befürchtetund sie vor seinem Abgang in einem sehr entgegenkommendenBrief an Garibaldi zur Sprache gebracht: „ Lassen Sie, mein lieberGeneral, mich um die Gunst bitten, dass Sie bei Gambetta denEinfluss zur Geltung bringen, den Ihr Name und Ihre ErfahrungIhnen gewähren: Keine kleinen Häufchen, keine zusammenhangs-losen Gruppen, kein tolles und verwegenes Abenteuer, sondernkräftiger Zusammenschluss der Zahl nach, und der zu erreichendeZweck wird verzehnfacht werden. Ich weiss, dass dies, HerrGeneral, Ihre Gedanken sind und ich bin glücklich, mich hierin mitIhnen zu begegnen. Aber wirken Sie darauf hin, dass sie auchdie des Ministers werden, und unsere Sache, der Sie mit so vielErgebenheit dienen, kann dabei nur gewinnen.“ . . . 3 ) Cambrielsüberschätzte Garibaldis Einfluss auf Gambetta nicht bloss, sondernseine Lehre trug bei Ersterem nicht einmal Früchte.

i) Per. II 294.

2; L. N. 43. — 3 ) E. p. VI 282.