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gezogen, um für ein in Aussicht stehendes Gefecht seine Kräfte indie Hand zu bekommen und die taktischen Verbände wieder her-zustellen. Alle getroffenen Massregeln deuten darauf hin, dass esdem General Kettler in erster Linie darauf ankam, dem Befehl desOber-Kommandos, sich in Besitz von Dijon zu setzen, ohneirgend welchen Zeitverlust gerecht zu werden.
Diese Eile, diese Hast giebt sich auch in einigen eingehenderenAnordnungen über den Marsch kund, welche in dem für den Oberst-Lieutenant Weyrach persönlich gegebenen Befehle enthalten sind: 1 * )
„Die Brigade marschirt morgen nach Dijon. Die KantonnementsSt. Seine und Turcey, welche jedes 3 3 / 4 Meilen bis Dijon haben,treten um 7 Uhr morgen früh ihren Marsch an. Die übrigenKantonnements marschiren, nach Bestimmung der Herren Detache-mentsführer, so ab, dass sie sich den ersteren anschliessen,resp. vorsetzen. Das II./61 ist bereits beordert, morgen früh 5aus Gissey abzumarschiren, dasselbe wird also den Truppen ausTurcey auf 1 / 2 bis % Stunde Entfernung folgen. Das DetachementWeyrach nimmt den Weg Val Suzon-Darois. Ich erwarte,dass die Truppen in der Höhe von Talant etwas nach 1 Uhreintreffen und nach kurzem Bendez-vous um T/a UhrNachmittags (also ’/ 4 Stunde früher als im allgemeinen Brigade-Befehl. A. d. V.) den Weitermarsch gleichzeitig fort-setze n.“
Ferner erhielt Oberst-Lieutenant Weyrach Mittheilung vonder Inmarschsetzung seines Füsilier-Bataillons über Epagny undSavigny auf Dijon, sowie von den dem Major Kroseck und Haupt-mann Kumme ertheilten Befehlen.
Hiernach verfügte Oberst-Lieutenant Weyrach folgendes:
„Das I. Bataillon (Avantgarde: 1. Kompagnie und der ZugKavallerie) tritt den Marsch um 7 Uhr an. Die VI. schwereBatterie, sowie das Lazareth folgen, und schliessen sich die beidenKompagnien No. 21 auf dem Knoten an, wo die Strasse vonSt. Martin auf der Höhe die Hauptstrasse von St. Seine nach Dijontrifft. Von jedem Bataillon ein Zug Arrieregarde und zur Deckungder Bagage.“
2. Beginn des Vormarsches und Zusammenstossbei La Casquette.
Zur befohlenen Zeit wurde bei nasskaltem, am Morgen trübenWetter auf trockenen, aber sehr glatten Wegen der Vormarsch an-
1) Kr. A. K. II 2. Bericht über den Vormarsch von St. Seine gegen
Dijon n. s. w.