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Bataillone (IV. und V.) Mobiles de l’Aveyron ’) auf Vorposten. Dormoytadelt das Yorschieben einer wenig zuverlässigen Truppe, wie dieMobilgarde, auf so weite Entfernung als eine Unvorsichtigkeit desGenerals Bosak, da die zur Vereinigung der Kräfte für ein Gefechterforderliche Bewegung nothwendig den Eindruck eines Zurück-weichens machen müsste und sogar zu einer Panik ausarten könnte,,,was auch geschah.“ Um so gewagter wäre die Anordnunggewesen, weil von allen alten Gewehren der Yogesenarmee die desRegiments Aveyron die ältesten und schlechtesten gewesen wärenund mehr Vogelflinten als Kriegswaffen geglichen hätten.
Durch Bauern waren die französischen Vorposten von demAnrücken einer starken preussischen Marschkolonne von Montbardher benachrichtigt worden. Sie entwickelten auf und zu beidenSeiten der Strasse eine Schützenlinie, welche die Spitze derpreussischen Vorhut mit ihrem Feuer begrüsste. Hauptmann Böhmerlöste den Zug des Vortrupps unter Lieutenant Claassen und den2. Zug (Lieutenant Riedel) ebenfalls beiderseits der Strasse auf.Major Priebsch verlängerte den rechten Flügel durch Vorschiebender 4. Kompagnie (Premier-Lieutenant -Tanke I) nach einer Anhöheund liess nach links die 3. Kompagnie (Hauptmann v. Pirch) Vor-gehen. 2 ) Die 2./61, sowie die 8. und 1 / a 7./21 blieben im Rückhalt.Gleichzeitig war die VI. Batt. (Hauptmann Ostermeyer) auf derunmittelbar östlich Cestre gelegenen Höhe aufgefahren. 3 ) Sie gah9 Granatschüsse auf 2000 m ab; gleichzeitig ging die Infanterievor. Sie kam nicht zum Schuss, denn die Mobilgarden räumten,als sie die Entwickelung weit überlegener Kräfte beobachtet hatten,schleunigst ihre Stellung und zogen sich durch den rückwärtsgelegenen Wald und durch den Engweg von Val Suzon auf diein zweiter Linie zu Darois und taules stehenden Abtheilungenzurück. 4 * ) Nach Coynart 6 ) sollten sie dem Feinde fühlbare Verlustebeigebracht haben; thatsächlich wurde nicht ein Mann verletzt.
3. Zusammenstoss bei Darois.
Der Vormarsch wurde fortgesetzt. Während 1./61 in ihrem Ver-hältnis als Vorhut auf der Strasse blieb, hatte 4./61 zur Aufklärungnach rechts die hinter La Casquette in südlicher Richtung sich in dasSuzonthal ziehende Schlucht hinabzusteigen, dabei das Bois du Val
i) LdE. B. 35, Gr. 834 und D. V. 65; nach C. 75 eine
Franktireur-Kompagnie ; nach Mar. 192 zwei Kompagnien Mobile, von
denen nach dem 20. vielleicht eine zurückgenommen worden war. —
?) H. 165. — 3 ) Ber. der Batterie in Kr. A. K. II. 10; nach Weyrachs
Bericht fnhren nur 2 Geschütze auf. — LdE. B. 35. — 6 ) C. 75.