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rechts in der Richtung auf Prenois vorzog, nur die linke Seite desGegners mit Umgehung zu bedrohen. Es entspann sich ein kurzesFeuergefecht. Die schwere Batterie fuhr südwestlich der Höhe aufund warf auf 1000 m 6 Granaten auf den Feind. Nach Dormoy *)versuchten 2 Vierpfünder zu antworten, wovon in preussischenBerichten nichts erwähnt wird. Sobald die Mobilgarden die Gra-naten pfeifen hörten, sagt Dormoy, 1 2 ) — „nachdem sie tapfer denAngriff der alten pommerschen Truppen und das Feuer ihrerArtillerie ausgehalten hatten,“ heisst es in der Revue de Cerclemilitaire, 3 ) zogen sie sich östlich der Strasse zurück. Nach demdienstlichen Bericht des Commandant d’Angles 4 ) konnten sich diehei Darois stehenden IV. und V. Bataillone Aveyron nach 10 Uhrnicht mehr halten, weil sie links überflügelt wurden und Gefahrliefen, eiugesclilossen zu werden; denn die Stellung von Prenois,wo der Regiments-Kommandeur Williame mit dem I. und II. Ba-taillon stand und 3 Kompagnien auf 3 bis 4 km als Vorpostenvorgeschoben hatte, war aufgegeben worden. „Dieser Stabsoffizier,“sagt er, „zog sich auf Dijon zurück. Er erschien auf dem Kampf-platz zu Fontaine erst in der folgenden Nacht.“ Die Aufgabe vonPrenois erklärt sich durch das weiter unten Folgende.
D’Angles will durch sein langsames Abziehen von der Signal-höhe bis Darois den Gegner so in Schranken gehalten haben, dasser eine Zeit lang das Feuer unterbrochen hätte. 6 ) Bald aber drängte1./61 nach, Lieutenant Riedel und Unteroffizier Woytschekowskyerstürmten eine östlich der Strasse gelegene Ziegelei nnd machtendarin 10 Gefangene. Da es sich herausstellte, dass es seiuenMannschaften an Schiessbedarf zu fehlen begann, so beschleunigteAngles den Rückzug, während die Preussen zunächst in DaroisHalt machten. Die Franzosen Hessen hier über 100 Tornister aufdem Platze. Das Dorf Darois selbst konnte von ihnen nichtgehalten werden, denn es wurde von Westen, Nordwestenund Norden durch drei Höhen auf kurze Entfernung beherrscht.Sollte diese Aufstellung vorwärts Darois bezwecken, das Heraus-treten des Gegners aus dem Val Suzon zu verhindern, so war siewenig entsprechend gewählt: vor Allem war sie bei der geringenSchussweite der mangelhaften Gewehre zu weit entfernt, gewährtekeine Deckung und besass keine Vertheidigungskraft. Auch An-griffsstösse würden bei der Schwäche an Zahl an dem Feuer derpreussischen Schützen aus dem Waldrand gescheitert sein. Die
1) D. V. GG. — 2) Ebd. — 3) Vergl. S. 177 A n m . 4. — *) Gr. 834
und 835. — 6 ) Rev. du Cercle mil. a. a. O.