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Kompaguieführer, setzten die Verfolgung fort. Bald aber musstediese auf Generals Iiettler Befehl, da er seine schwachen Kräftenicht zersplittern wollte, abgebrochen werden, und die 2. Kom-pagnie sammelte sich auf der Strasse am Ende des Bataillons,welches inzwischen auch die 4. Kompagnie wieder an sich gezogenhatte. Alsdann nahm es, nur einen Zug zur Aufklärung der in derrechten Seite sich hinziehenden Schlucht und der Waldung ent-sendend, den Vormarsch wieder auf.') Ausser einer grossen Zahlan Todten und Verwundeten, darunter Commandant de Gissac undCapitaine Villa, i) 2 ) liessen die Franzosen 30 Gefangene und 3 Kom-pagnieflaggen in den Händen ihrer Gegner, welche eine grosseMenge auf den Boden geworfener Gewehre zerschlugen.
4. Bos aks Tod.
General Bosak war um 7 V. in Begleitung seines StabschefsWichard, des Dr. Bourdon und von 10 Soldaten nach Hautevillezur Besichtigung des dort liegenden I. Bataillons Alpes Maritimes,welches an die 3. Brigade abgegeben werden sollte, 3 ) gerittcö.Nach seiner Rückkehr erhielt er im Stabsquartier zu Fontaine dieMeldung des Commandanten d’Angles und des Colonels Bruneauvon dem Zusammenstoss bei La Casquette. Eiuen Angriff aufDijon voraussehend, traf er die für die Vertheidigung erforderlichenAnordnungen und telegraphirte an Garibaldis Hauptquartier: „Manbehauptet, jenseits Val Suzon Kanonendonner zu hören, ich werdemich selbst davon überzeugen.“ *) Darauf ritt er über Daix in derRichtung auf Changey Ferme vor und zog unterwegs Kompagnienseiner Brigade aus Daix, Changey und Prenois, nebst 2 Geschützenund 1 Mitrailleuse, 5 ) an sich, um seine im Gefecht befindlichenTruppen zu unterstützen. 6 ) Bosak war trotz der Kälte ohneMantel, in seiner gewöhnlichen Uniform : rothem Käppi, rotliemDolman mit den Generalslitzen am Unterärmel, hellgrauen Bein-kleidern und Reiterstiefeln. An seiner Seite trug er den vomGrossfürsten Michael ihm verliehenen Ehrensäbel mit kunstvollemGriff in kupferner Scheide. 7 )
Auf dem Vizinalwege, welcher von Daix zur grossen Strasseführt, vorreitend, hatte er kaum die Höhe (435 m) westlichHauteville hinter sich, als er erkannte, dass die Truppen seinerBrigade Darois und Prenois vor einem überlegenen Gegner
i) H. Hiß. - 2) LdL. B. 38 Anm. - 3 ) Gr. 838. - 4 ) Bo. 442
No. 124. — ß ) Von Artillerie ist in keinem preussischen Berichte etwas
erwähnt. Dor. 325 spricht von mehreren kleinen Geschützen. — 6 ) Mi. 1(14,
G 125, C. 7(1. — 7 ) LdE. B. 40, Anm 1.