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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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bis gegen Daix überwies Major Priebsch der 4. Kompagnie, vonweicher der 7. Zug (Sekond-Lieutenant der Reserve Kelch) imAnschluss an die 1. Kompagnie die Schützenkette bildete, währendPremier-Lieutenant Janke I mit den beiden anderen Zügen in denWeinbergen nahe hinter ihr sich in einer Geländefalte gedecktaufstellte. Von der 2. Kompagnie wmrde ein Zug (Feldwebel Stelter)nach dem äussersten rechten Flügel in der Verlängerung der1. Kompagnie bis an den Rand der Bergnase vorgeschoben; hinterihm nahm Premier-Lieutenant AVenzel I mit 2 geschlossenen ZügenStellung. 1 ) Die 7. und 8./21 bildeten vorläufig bis zum Eintreffender Abtheilung Lobenthal den Rückhalt. 2 )

Die beiden Geschütze des Premier-Lieutenants Preiss wehrtensich, so gut es ging, gegen das überlegene Feuer der feindlichenBatterieen auf Talant und Fontaine, indem sie von der Infanterieabliessen und jenes zu erwidern versuchten. Zu ihrer Unter-stützung liess Hauptmaun Ostermeyer die anderen 4 Geschütze derVI. Batt. vortraben und stellte sie unweit der grossen Strasse, auf ihrerSüdwestseite, rückwärts der Feuerlinie der 1. Kompagnie, etwa400 m südlich Changey auf. Lieutenant Gaedtke eröffnete mitihnen das Feuer gegen geschlossene feindliche Infanterie in derRichtung auf Fontaine, demnächst, als diese verschwand, auf2150 m ohne wesentliche Wirkung gegen die Batterieen auf diesemBergkegel selbst, welche ihrerseits die preussische Batterie lebhaftbeschossen. 3 )

Inzwischen war General Kettler gegen 111 A. in der Gefechts-linie eingetroffen und hatte die Leitung übernommen. Er ritt bisan den vorderen Rand der Bergnase vor und konnte sich nun davonüberzeugen, dassdie formidable Stellung des Feindes Fontaineund Talant wider Erwarten mit 20 Geschützen und diese(sc. Dörfer. A. d. V.) sowie das Terrain vor denselben mitInfanteriekolonnen dicht besetzt waren. 4 ) Er konnte nicht mehrdarüber im Zweifel sein, dass er die ganze Vogesenarmee vor sichhatte, zum mindesten aber so überlegene Kräfte, dass es vorläufignur darauf ankam, in der bis dabin erreichten Stellung so langeein hinhaltendes Gefecht zu führen, bis die von Is sur Tille undvon Turcey im Vormarsch begriffenen beiden Flügelabtheilungenso weit herangerückt sein würden, um bei einem demnächst vor-zunehmenden Angriff auf den Flügeln eingreifen zu können. Indiesem Augenblick traf von Major Kroseck die Meldung ein, dass

0 H. 169, 170. 2 ) Ber. Weyrachs in Kr. A. Iv. II. 2. s ) Ber.VI. Batt. in Kr. A. K. II. 10. 4 ) Ber. 8. Inf.-Br. in Kr. A. F. III 5 J. 1 .