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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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ab ein allgemeines Vorgehen der garibaldinischen Feuerlinie vonden Abhängen von Fontaine und Talant bis etwa zur Mitte desGrundes zwischen den gegnerischen Höhenstellungen stattfand, demsich ein stehendes Feuergefecht anschloss, aus welchem gegen3 Uhr Vorstösse auf beiden Flügeln und 312 der Hauptangriff der1. und 3. Brigade mit Vorziehen der 5. gegen Daix geführt wurden.Nachdem diesem Angriffe trotz verschiedener Ansätze sowohl gegendie Front wie gegen die linke Seite des Gegners die Einnahme derfeindlichen Stellungen nicht gelungen und der rechte garibaldinischeFlügel sogar bis an den Fuss von Fontaine zurückgeworfen undvom Gegner verfolgt worden war, wurde dem weiteren Vordringendes letzteren gegen das sehr gefährdete Dorf durch das Einsetzenvon Theilen der als Rückhalt dienenden Legion Ravelli und vonMobilisirten, sowie der Brigade Ricciotti gegen beide Seiten derPreussen Einhalt gethan.

Da dieser Verlauf sich im Allgemeinen mit den dienstlichenpreussischen Berichten deckt, so habe ich mich bewogsn gefühlt,von der Darstellung der erw ähnten beiden Regiments-Geschichtenabweichend, nur einen grossen, von Garibaldi um 312 A. an-geordneten und 1 j i Stunde später angesetzten und in mehrfachen,zeitlich und räumlich getrennten Vorstössen sich äussernden Angriffanzunehmen.

Garibaldi hatte das vorübergehende Schweigen der preussischenVI. Batterie für ein von seiner Artillerie erzwungenes gehalten.Nach Bordone 1 ) wäre das preussische Geschützfeuer viel langsamergeworden und hätte nur wie Kernschüsse (en plein fouet) gegendie französischen Truppen gewirkt. Der Führer der Vogesenarmeeglaubteals alter Taktiker diesen Augenblick des Zauderns desfeindlichen Heeres 2 ) benutzen zu müssen und gab 3 22 A. denBefehl, auf der ganzen Linie zum Angriff zu blasen, um den Feindauf seine Stellungen zurückzuwerfen. 8 ) Durch das Aufhören desArtilleriefeuers ermuthigt, und durch die Zurufe ihrer Offiziere an-gefeuert, setzten sich die italienischen Legionen seine bestenTruppen, das Bataillon Oran 4 ) und die in vorderster Linie be-findlichen Franktireur-Kompagnien 6 ) gegen die vom Eeinde besetztenHöhen aufwärts in Bewegung. Es war 3 A.

General v. Kettler hatte von der Höhe hinter den Batteriendie feindlichen Vorbereitungen zum Angriff beobachten können: ersah von Fontaine starke Kolonnen herabsteigen; in die dichten

0 Bo. 329. - 2 ) Mi. 1G6. s ) Ja. II. 1G3. 4 ) Mari 70. 6 ) Bo.CdE. 224.