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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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pagnie schoss, hinter dem Verhau stehend, mit solcher Ruhe aufdie auf der Höhe sich zeigenden Franktireurs, dass sich bald Keinermehr sehen liess. Auch bei Pange musste eine Barrikade fort-geräumt werden. Von dort sah man die Franktireurs auf Pasquesabziehen.

Das letztere Dorf liegt in einer Senkung zwischen zwei sanftgeböschten Anhöhen, längs deren Fusse sich ein langer, schlucht-ähnlicher, von ihnen beherrschter Einschnitt hinzieht. Hier liesssich ein nachhaltiger Widerstand erwarten. Und in der That be-setzte Commandant Braun 1 ) die Stellung anscheinend mit 3 Kom-pagnien (von Hauptmann Kumme auf 500 Mann geschätzt). Alsder Schwadronschef dieselben bemerkte, liess er in dem hier freierenGelände seine Züge zur Attacke aufmarschiren, konnte sie aberwegen der starken Besetzung der Umfassungsmauern des Dorfesnicht zur Ausführung bringen. Major Kroseck liess dagegen 3 Kom-pagnien I./21 entwickeln, deren Schützenzüge nach wenigen Schüssenden Gegner zur Räumung seiner Stellung und zum schleunigenAbzug in der Richtung auf Plombieres unter Zurücklassung von10 Gefangenen veranlassten. Warum die Schwadron in dem öst-lich Pasques sich fast 2 km breit bis zu den Waldungen von

Prenois erstreckenden, völlig offenen Gelände die Weichenden nichtangefallen hat, ist nicht ersichtlich. In den Waldungen verloren

sich Preussen und Franzosen aus den Augen. 2 )

Um diese Zeit schickte Kroseck zwei Meldungen an GeneralKettler, von denen die letzte, da sich vermuthlich die Ueberbringerverirrt hatten, erst nach dem Gefecht in dessen Hände gelangte:

„1 12 A. Verfolge 2 bis 3 Kompagnien Franktireurs, welchebis zur Abgangszeit so eben aus Pasques auf der Strasse nachPlombieres abziehen. Werde durch Aufstellung und Avantgarden-Gefecht mit diesen Franktireurs in meinem Vormarsch sehr gehindert.Meine Avantgarde passirt so eben Pasques.“

„152 A. So eben den Befehl von Euer Hochwohlgeboren,

datirt 1122 Y. (?), erhalten. Hauptmann Kumme mit II./61 bei

J ) D. V. 44. — 2 ) Dormoy erzählt (ebd.) eine wundersame Mähr, diesich hei dieser Gelegenheit mit dem Geistlichen der Francs-tireurs deColmar zugetragen haben soll: „Mit einem Verwundeten beschäftigt, wardieser aussergewöhnliche Geistliche von 3 deutschen Dragonern angegriffenworden. Das Gewehr des Verwundeten ergreifend, streckte er den erstenDragoner mit einer Kugel nieder, stach den zweiten mit dem Bajonnetvom Pferde herunter, während der dritte sich bestürzt ergab. Daraufmachten die Franktireurs begeistert den Pfarrer durch'Wahl zum Kapitän.Nicht zu den geringsten Seltsamkeiten der Vogesenarmee gehörte dieserSoldat im geistlichen Gewände, mit drei goldenen Tressen am Aermeldes Talars!“ Die Dragoner verloren an diesem Tage nur 1 Mann und4 Pferde an Verwundeten.