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Blaisy Bas zu mir gestossen. 1 ) Zwei grössere Verhaue und eineBarrikade weggeräumt. Das Detachement hat Pasques so ebenpassirt.“ 2 ) —
2. Die Mobilisirten bei Neuvon.
Der Vormarsch wurde, vom Feinde unbehindert, durch dieWaldungen fortgesetzt. Gegen 31® A. 3 ) hatte man unter dem langenEisenbahn-Viadukt unterhalb Neuvon hinweg das Ouchethal erreicht.Die bisher benutzte Vizinalstrasse führte am Fusse des linken Thal-randes entlang bis Plombieres, wo sie sich mit der, auf dem rechtenUfer der Ouche und des Canal de Bourgogne laufenden grossenStrasse von Sombernon nach Dijon vereinigt. Unmittelbar überder letzteren erhebt sich schroff der ganz ungangbare Abfall derbewaldeten Combe au Diable.
Als II./61 aus dem Bois de Champlaran nach Durchschreitendes Eisenbahn-Viadukts in das Ouchethal einbog, wurde auf dementgegengesetzten Ufer des Flusses eine auf etwa 300 Mann ge-schätzte Infanterie-Abtheilung bemerkt, welche auf der Strasse vonSombernon in gleicher Höhe mit der preussischen Marschkolonneebenfalls nach Dijon zu marschiren schien. Auch beim I./21 warman auf sie aufmerksam geworden. „Bei der Entfernung von etwa500 Schritt,“ berichtet Schreiber 4 ), „und dem trüben Wetter (?)blieb es ungewiss, ob es Freund oder Feind sei. Auch ein Blickdurch den Feldstecher gewährte keine Aufklärung. Die Abtheilungmarschirte so dreist weiter, dass sie zunächst für eine diesseitigegehalten wurde. Irgend welche Sicherheitsmassregeln drüben warennicht zu bemerken; hinter der Kolonne zog ein Schimmel ge-mächlich einen Karren, wahrscheinlich mit dem Offiziergepäck.
!) Nach den Berichten Krosecks und Kummes stiess das Bataillon
bereits in Tnrcey zu Ersterem, um 8 V. — 2 ) Kr. A. K. III. 43 J. —
3 ) „Gegen 4 Uhr“ in Krosecks Bericht (Kr. A. K. III. 43 I). Da um 1
seine Kolonne Pasqnes durchschritten und den Weitermarsch ungehindertfortgesetzt hatte, so ist nicht anzunehmen, dass sie zur Zurücklegungder eine Meile betragenden Strecke bis Neuvon auf guter, im Allgemeinenbergab führender Strasse länger als l 3 /4 Stunden gebraucht hat. Dassdie Ankunft beim Viadukt nicht später als 3 l /< Uhr stattgefunden habenkann, geht auch ans Lieutenants Gladisch Mittheilung hervor, nachwelcher, als die 7. und fi./61 an der grossen Strasse gegenüber Changeyangelangt wären, es noch so hell gewesen, dass er ohne Schwierigkeitaus einer gewissen Entfernung die gerade zurückgeschafften verwundetenpreussischen Offiziere hätte erkennen können, also etwa 5 A.; baldwäre allerdings die Dunkelheit hereingebrochen. Der Aufenthalt beiNeuvon durch die Gefangennahme und zeitraubendes Hinüberschaffen derMobilisirten über den Kanal dürfte eine Stunde beansprucht haben, derMarsch vom Viadukt über den Westausgang von Plombieres auf demäusserst schwierigen Zickzackweg den Thalrand aufwärts bis zur grossenStrasse nach St. Seine, 4 km, ebenso lange. — 4 J Sch. 364.