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muthlich vom Kampf am Bois du Chene — herübertönte, auf dieNothwendigkeit, Messigny zu nehmen, hinwies und sie anfeuerte,traf ihn vor der Mitte seines Zuges ein Schuss oberhalb der Knie-kehle ins Bein und streckte ihn nach wenigen Schritten zu Boden.Gleichzeitig mit ihm fielen 5 Füsiliere, so dass der Zug einenAugenblick auseinanderprellte, bis ihn der Sergeant Karowsky, demLieutenant Janke den Befehl übertrug, wieder zusammenschlossund vorführte.
Inzwischen hatte sich der Schützenzug unter Lieutenant Rasehkeund Portepee-Fähnrich Lisack allmählich bis auf 100 Schritt andie nordöstliche Dorfumfassung herangeschossen und führte voneiner niederen Mauer aus unter starken Verlusten ein heftigesFeuergefecht mit den in Häusern und hinter Mauern eingenistetenFranktireurs. Lieutenant Rasmus hatte mit dem 5. Zug im Vor-gehen eine, im freien Felde sich ihm entgegenstellende Abtheilungauf das Dorf zurückgeworfen und war darauf gleichfalls bis zueiner etwa 100 Schritt vor der östlichen Dorfhäuserreihe vorliegendenGartenmauer vorgegangen. Clement Janin erzählt, 1 ) dass die Enfantsperdus beinahe im Kirchhof von den Preussen eingeschlossen wordenwären. 2 ) Immerhin gelang es der 11. Kompagnie nicht, in daseigentliche Dorf einzudringen und sich der Gehöfte zu bemächtigen,sondern sie musste sich mit der Unterhaltung eines lebhaftenFeuergefechts aus ihrer eingenommenen Stellung begnügen, welchesallerdings das Fortschreiten der 9. Kompagnie wesentlich förderte.Nur Portepee-Fähnrich Lisack, der mit seinem Halbzuge sichallmählich immer mehr an das Dorf herangearbeitet hatte, ver-mochte sich, als die 9. Kompagnie auf dem äussersten rechtenFlügel hineindrang, in den Besitz eines der ersten Gehöfte auf demrechten Flügel der Schützenlinie der 11. Kompagnie zu setzen.
Gleichzeitig hatte die 9. Kompagnie in den zahlreichen vorihr liegenden Weinbergen unter beständigem Feuergefechte mitden, nur dem Ansturm weichenden Enfants perdus von Mauer zuMauer vorzudringen gesucht. Da das Dorf, wie Hauptmann Baudachim weiteren Vordringen erkannte 3 ), sich in seiner nördlichen Um-fassung noch weit in westlicher Richtung erstreckte, so liess erden rechten Flügel seiner Schützenlinie durch Ausschwärmen des
!) Ja. II. 1GG. — 2 ) Nach Dormoy (D. V. 80. 81.) hätten die Pommernden Kirchhof genommen und später, gegen 1 Uhr, wären die Enfantsperdus beinahe eingeschlossen gewesen, als sie durch Riccottis Eingreifengerettet wurden, ln den preussischen Berichten wird von einem Kirch-hof überhaupt nichts erwähnt. — 3 ) Spezialkarten hatte das RegimentNo. Gl damals noch nicht; sie trafen erst später ein.