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ein stehendes Kommando von einem Halbzug unter einem Unter-offizier vom 23. ab zu stellen hätte. Auf die Sicherung der Kunst-bauten der Eisenbahnen musste bei ihrer Wichtigkeit für die rück-wärtigen Verbindungen um so mehr Kücksicht genommen werden,als von französischer Seite mehrfache Unternehmungen gegen siegeplant waren. Am Morgen des 22. Januar gelang es bereits derbei dem Detachement Lobbia der 2. Brigade der Vogesenarmee zuLangres befindlichen Compagnie de pontonniers du Rhone unterCommandant Kaufmann, zwei Bögen der Eisenbahnbiücke zu Fonte-noy sur Moselle zwischen Toul und Frouard zu sprengen undeinen dritten zu beschädigen, so dass die Bahnzüge der II. undIII. deutschen Armee über Metz und Reims auf Epernay geführtwerden mussten. 1 ) —
Inzwischen hatte Major v. Schon in Mirebeau die nach Pon-tailler vorgeschobene Kompagnie am Abend wieder zurückgezogen;sie hatte die dortige Saöne-Brücke völlig zerstört gefunden undüber La Marche Gleiches in Erfahrung gebracht. Seine zur Auf-suchung der Verbindung mit der Brigade Kettler abgesandte ge-mischte Streife unter Lieutenant Wettich war bis zum Abend nochnicht wieder zurückgekehrt. Dagegen hatte sich bei ihm der schonfrüher mit einer Meldung an jenen abgesandte Lieutenant v. Blumen-thal vom 3. Dragoner-Regiment eingefunden, welcher bei seinerRückkehr zwischen Li Marche und Pontailler von Franktireurs an-gefallen worden war; in Folge Sturzes mit seinem getödtetenPferde und zweimeiligen nächtlichen Fussmarsches traf er ohneStiefel und krank in Mirebeau ein. 2 ) Durch den 7 A. mit einerMeldung Kettlers an Manteuffel anlangenden Lieutenant v. Gra-matzky 11. Dragoner-Regiments erfuhr Major v. Schon die erstensicheren Nachrichten von den Gefechten am 21. Januar und derNichteinnahme von Dijon.
Nachdem Bordone am 22. von der Anwesenheit preussischerTruppen zu Mirebeau Nachricht erhalten, meldete er dem Kriegs-Ministerium, dass sie zur Verstärkung der Kräfte vor Dijon bestimmtwären. 3 ) In dieser Annahme scheint Garibaldi in der Nacht diein Pouilly, Bellefond, Ruffey u. a. 0. gewesenen Truppen (wohlMobilisirte) nach der Stadt zurückgenommen zu haben. 4 ) ImUebrigen iraf er weitere Anordnungen für die Vertheidigung,namentlich nach Norden und Nordosten, wo sie die Natur des leichtgewellten Geländes bekanntlich in weit geringerem Grade begünstigte,
i) Gr. St. V. 1337, Per. II 765 No. 7121 und 766 No. 7639. — 2 ) Kr.
A. K. III. 7. — 3 ) Bo. 334. — 4 ) Th. 598.