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•als gegen Westen. Er liess in der Nähe der HauptzugangsstrassenLaufgräben aufwerfen, in die Häuser und Mauern, namentlich beiPouilly und St. Apollinaire, behufs nachhaltiger VertbeidigungSchiessscharten brechen und die Batterien bei letzterem Orte undauf dem Mont Chapet verstärken. 1 ) Auf der Strasse von Langreswurde das II. Bataillon der 2. Legion Saöne-et-Loire nach Pouillyals Vorposten vorgeschoben. 2 ) Für Pellissier trafen am Abend mitder Eisenbahn 2 Batterien Festungs-Zwölfpfünder ein; der Mangelan Gespannen und Bedienung für sie dürfte die Veranlassung gewesensein, dass der General sie im Zuge liess und erst im Laufe desnächsten Tages dem Capitaine Sahles nach dringendem Ersuchendie Erlaubniss gab, sie zu entladen; angeblich zu spät um nochin Thätigkeit zu treten, 8 ) wurden sie auf dem Theaterplatz auf-gefahren. 4 )
Eine Verstärkung von recht zweifelhaftem Werthe traf imLaufe des 23. Januars zu Dijon ein. Seit Mitte des Monats waren3 Legionen Mobilisds de la Haute-Savoie, in einer ungefähren Stärkevon 9000 Mann unter dem Befehl des Generals Franzini, nachBeaune und Gegend geschickt und dem Oberbefehl Pellissiersunterstellt worden. Letzterer hatte jenem bereits am 21. nach demAngriff auf die garibaldinischen Vortruppeu die drahtliche Weisungzugehen lassen, seine Legionen so weit als möglich zu sammelnund ohne Aufschub nach Dijon zu schicken Franzini, der schonTags zuvor auf die Mängel der Organisation seiner Bataillone und den■dadurch hervorgerufenen Widerwillen der Mannschaften, dem Feindeentgegenzutreten, hingewiesen hatte, machte weitere Ausflüchte,immer seinen guten Willen betonend: die Gewehre hätten wederHähne noch Bajonnete und taugten nicht einmal zum Scheibenschiessen:seine Bataillone würden nur Unordnung erzeugen; wären die vomMinister versprochenen neuen Gewehre eingetroffen und die Unter-weisung beendet, so würde er es sich nicht zwei Mal sagen lassen,zu kommen. In der Nacht zum 22. wiederholte Pellissier denAbmarschbefehl und erbot sich, die Waffen umzutauschen; dieMannschaften sollten zudem nur als Rückhalt, hinter Verschan-zuugen und Mauern gedeckt, in gleicher Weise wie die übrigenschon anwesenden Mobilisirten verwendet werden. Franzini ant-wortete, dass die Obersten und Bataillons-Kommandeure ihm ge-meldet, die Mannschaften weigerten sich, gegen den Feind zumarschiren, bevor sie nicht im Gebrauch ihrer Waffe ausgebildet
i) Mar. 236. — 2 ; Pel. 103.
3) LdE. — *) Ja. H. 184.