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Flügel der Füsiliere mit der 2. Kompagnie in Fühlung, -welchegleichzeitig im Vorgehen gegen die Nordumfassung des Parksbegriffen war. —
Bevor wir uns zum I./21 wenden, müssen wir dem Artillerie-kampf näher treten. Während die 5. Batterie die Erstürmung dervon den Mobilisirten besetzten Mauern und Gehöfte vorbereitete,fuhr die 2. fahrende Feldbatterie der Mobilgarde der Charente-Inferieure mit 6 Geschützen unter Capitaine Senne im Trabe aufder Strasse von Is sur Tille vor; vom Feuer der leichten Batteriebegrüsst, sah sich Senne veranlasst, am Fusse des Abhangs gegen-über dem Eisenbahndamm, wo das III. Bataillon der Legion Fornelstand, Halt zu machen. Mit den beiden Geschützen des rechtenFlügelzuges ging er im starken Trabe auf der Strasse weiter vorund liess sie auf derselben hinter einem Durchstich in der Höheder zum Schloss Pouilly hinüberführenden Auffahrt abprotzen. 1 )Während dieser Bewegung war das Clos des Chartreux in dieHände der Füsiliere gefallen und Hauptmann Rhades hatte sofortdie beiden Geschütze des 1. Zuges der 5. Batterie (Premier-LieutenantKrahn) auf der Strasse bis in die Höhe des Rendez-vous desChasseurs vortraben und auf derselben auffahren lassen; nebenihnen stellte sich sehr bald ein Geschütz der VI. Batterie auf.Diese drei Geschütze eröffneten sofort ein heftiges Feuer gegen denZug des Capitaine Senne. Bald darauf fuhren die übrigen5 Geschütze der leichten Batterie in gleicher Höhe mit ihrem1. Zuge östlich der Strasse auf, um den Park von Pouillyzu beschiessen und ein etwaiges Vorgehen des Feindes ausdemselben zu verhindern; die VI. Batterie nahm westlich derStrasse neben ihrem 1. Geschütz auf dem rechten Flügel Stellungund musste sich des sehr lebhaften Granat- und Schrapnelfeuers derfranzösischen Geschütze bei St. Martin und auf Fontaine erwehren.Für die beiden Geschütze Sennes war der Kampf kurz und ver-hängnissvoll. Sie wurden trotz entschlossener Gegenwehr von demweit überlegenen Gegner derartig mit Granaten überschüttet, dass,nachdem sie kaum je 4 bis 5 Schuss abgegeben, sie 13 Mann und15 Pferde, mithin ihre gesammte Bedienung und Bespannung, ein-schliesslich beider Geschützführer, verloren. Während der Haupt-theil der Batterie auf Befehl des Oberbefehlshabers der Artillerie,Lieutenant-Colonels Ordinaire, nach dem Eingang von Dijon zurück-ging, versuchte Capitaine Senne mit Hilfe eines allein noch übriggebliebenen Feuerwerkers trotz des feindlichen, allerdings etwas
1 ) LdE. P. 5.