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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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die preussischen Batterien bis zum Südende von Pouilly vergingen,stattgefunden hat. Nach Beghelli ! ) liess Menotti nach dem Ab-fahren der Batterie Sennd die Batterie auf Talant nach der Nord-seite überführen, um erforderlichenfalls gegen einen Angriff aufdie Porte St. Nicolas mitwirken zu können. Vorher dürften diepreussischen Batterien viel mehr von der Batterie auf Mont Chapetbeschäftigt worden sein, deren vortheilhafte Stellung das ganzeGefechtsfeld beherrschte und von der Morin 2 ) ausdrücklich hervor-hebt, dass sie mit ihren gewaltigen zwölfpfündigen Granaten nichtbloss die Massen der preussischen Infanterie, sondern auch that-kräftig die Artillerie beschoss.

Bicciotti, der zu Dijon um 1 Uhr den Abmarschbefehl erhaltenhatte, 3 ) traf, nachdem er die Vorstädte hinter sich hatte, auf derStrasse nach Langres unterwegs zahlreiche Mobilisirte, welche sichin eiliger Flucht nach der Stadt in Sicherheit zu bringen suchten.Schon innerhalb der Vorstädte vernahm er lebhaftes Infanterie-feuer, welches auf ein Gefecht in unmittelbarer Nähe vor denThoren schliessen liess. Draussen angekommen, überzeugte er sich,dass zwar einige Offiziere der Mobilisirten einen Theil ihrer Mann-schaften zu sammeln sich bemühten und östlich der Strasse nachLangres eine Schützeukette gebildet hätten, dass auch in Pouillyselbst noch gekämpft wurde und das III. Bataillon der 3. LegionSaöne-et-Loire hinter dem Eisenbahnkörper westlich der Strasse,durch seine Offiziere aufgemuntert und zusammengehalten, sichnoch hielt. Aber er traute diesem Widerstande nicht allzu vielzu. Und doch kam Alles darauf an, sich hier zu behaupten: sonstwar Dijon verloren. Auf die Dauer war der Eisenbahndamm nichtzu halten, sobald die Preussen sich thatsächlich im unbestrittenenBesitz von Pouilly befanden; das Gelände zwischen hier und derStadt, eine sanft abfallende Ebene, gewährte keinen Abschnitt zurVertheidigung bis zu den in der Höhe der Ferme St. Martin vomSuzonbach bis zur Strasse nach Ruffey angelegten, aus Batterienund Schützengräben bestehenden Verschanzungen. Warfen diePreussen die letzte Vertheidigungslinie der Mobilisirten zurück undfolgten ihnen auf den Fersen, so war kaum noch auf eine wirksameVertheidigung dieser Werke zu rechnen. Den einzigen Stützpunktvermochte die etwa 1800 m von der Vorstadt St. Nicolas, südlichPouilly etwas abseits der Strasse, an einer im Volksmunde Creuxde Fremiet genannten Stelle gelegene Knochenkohle-Fabrik (fabrique

0 Be. 3G0. 2 ) VI. 5. 8 ) Brief Micliarols anIllustration 1879No. 1879.