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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Anmarsch wären. Lieutenant Gladisch, welcher sich persönlichnach der Stellung des Ersteren auf der Höhe an der Südwestseitedes Dorfes begab, erkannte sowohl auf der Strasse lange Marsch-kolonnen, als auch auf den westlichen Höhen, noch etwa l'/ 2 kmvon Prauthoy entfernt, entwickelte, lange Schützenlinien; die Ost-seite der Strasse vermochte er des Dorfes wegen nicht zu übersehen.Auffallend war es, dass die Kolonnen wiederholt längere Pausen inihrem Vorrücken machten. Als er dem Hauptmann Kriess Meldungerstattete, erhielt dieser die Bestätigung davon seitens der amNordausgang stehenden Abtheilungen mit dem Hinzufügen, dassauch auf den nordöstlich von Prauthoy befindlichen Höhen Schützen-linien sichtbar würden. Nach Aussage eines verwundeten französischenSoldaten sollte die ganze Festungs-Garnison auf dieses Dorf mar-schiren. 1 ) Hierdurch gestaltete sich die Lage der Preussen zu einerverzweifelten. Denn nun lag die Gefahr vor, dass die einzige demHauptmann Kriess noch zur Verfügung stehende Kückzugsliuieaus dem Ostausgange von Prauthoy in der Richtung auf Graynicht bloss bedroht, sondern völlig abgeschnitten und dass das vonNorden und Süden gleichzeitig angegriffene Bataillon einerKatastrophe ausgesetzt würde. Eine Fortsetzung des Widerstandeszur Wiedererlangung des Fuhrwerks wäre Wahnsinn gewesen..Hier galt es einen schnellen Entschluss zu fassen. HauptmaunKriess entschied sich für sofortigen Rückzug und gab diese Absichtseinen Kompagnien durch das Signal: „Das Ganze sammeln!“kund. Das Abbrechen des Gefechts vollzog sich sonderbarer Weiseunter diesen eigenthiimlichen Verhältnissen ohne Schwierigkeitenund ohne wesentliche Verluste, und zwar, bei allem bisherigenMissgeschick des Bataillons, in Folge eines ausserordentlich glücklichenZufalls. Gerade als sich die Truppen des Bataillons auf der in derMitte des Dorfs in östlicher Richtuug auf Gray abführenden Strassezu sammeln begannen, erhob sich plötzlich ein so überaus starkerNebel, dass in wenigen Minuten Alles von ihm verhüllt wurde undman nicht zehn Schritt weit zu sehen vermochte. So blieb denFranzosen die Absicht der Preussen, nach Osten abzumarschiren,Anfangs völlig verborgen. Man musste unwillkürlich bei dieserwunderbaren Rettung an die homerischen Helden der Ilias denken,welche der höchsten Gefahr von den ihnen wohlgesinnten Gottheitendurch ein Wunder entrückt zu werden pflegten!

i) Der von den Franzosen nach Lang-res mitgenommene StabsarztPr. Senftleben erzählte später, die Truppen aus der Festung hätten ein-fach den Auftrag gehabt, das bereits als zweifellos in Gefangenschaftangenommene preussische Bataillon in Empfang zu nehmen und nachder Festung abzuführen.