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nähme eines Capitaines des Bataillons Branche - Comte fand. Alsdieser die Annäherung einer starken preussischen Streife auf dasDorf wahrnahm, ritt er, unbewaffnet und von einigen uubewaffnetenLeuten begleitet, heraus auf sie zu und machte sie darauf auf-merksam, dass sie die Bedingungen des Waffenstillstandes zubeachten hätten. Es wurde ihm darauf bedeutet, dass ein solchernicht bestände und er sich als Gefangener zu betrachten hätte. 1 )
Auf die Meldung von der starken Besetzung von Qudtignyschickte Oberst Knesebeck das F./72 und die Batterie durchCouternon nach dem linken Flügel und unterstellte sie dem OberstSchönholtz, während er F./60 von Orgeux an die grosse Strasseheranzog und nebst der Schwadron zu seiner Verfügung behielt.Zur Sicherung seiner linken Seite und Erleichterung des frontalenVorgehens durch Bedrohung der schmalen Südostecke des Dorfesentsandte Oberst Schönholtz die 2. und 4. Kompagnie gegen Chevigny,welches sieb als nur schwach besetzt erwies, bei Annäherung derKompagnien geräumt und sodann von diesen eingenommen wurde.
Mittlerweile hatte die Batterie Steinkeller aus einer Stellungsüdwestlich von Couternon auf 1500 Schritt das Feuer gegenQuetigny eröffnet, aber, vielleicht absichtlich, meist zu kurzgeschossen. Menotti hatte von den Höhen von St. Apollinaireaus den Anmarsch auf der grossen Strasse von Are her be-obachtet. Das Feuer der Batterie Steinkeller liess er durch dieaus 4 Zwölfpfündern bestehende, angeblich von nur 8 Kanonierenbediente Batterie nördlich St. Apollinaire beantworten; auchsie schoss zu kurz und erreichte die gegnerische Batterie nicht.Nach Eintreffen des F./72 gliederte Oberst v. Schönholtz seineHauptkräfte zum Angriff gegen den Eingang am südlichen Tlieilder Nordostseite des Dorfes, indem er die 3. und 1. Kom-pagnie als erstes Treffen, unter Vornahme je eines Zuges alsSchützen, auseinander zog und das Füsilier-Bataillon in Halb-bataillonen links überragend in zweiter Linie folgen liess. Auf demäussersten linken Flügel gingen umfassend gleichzeitig die 2. und4 . Kompagnie gegen die Südecke von Quötigny vor. Aus seinerEinschliessung krachte kein Schuss den querfeldein über die fest-gefrorenen Ackerfurchen Vorgehenden entgegen. Die Schützen der3. Kompagnie drangen ein und, von den geschlossenen Zügengefolgt, durch die Hauptstrasse hindurch, in den Häusern einige
r) Er erzählte nachher, er hätte in der That bestimmt an die Waffen-ruhe geglaubt und wäre aus dem Dorfe gekommen, um sich die Preussenanzusehen. Mar. 200. Kr. A. K. III. 32.