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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Siebenter Abschnitt.

Die Operationen des Generals Hann gegenDijon bis zum Ende des Krieges.

I. Der 27. Januar.

Nach näherer Rücksprache mit dem kommandirenden GeneralII. Armeekorps v. Fransecky hatte sich General-Lieutenant v. Hannam 27. Januar nach Döle begeben, und den Oberbefehl über dieihm unterstellten Truppen übernommen. Diese waren auf einemverhältnissmässig weiten Raum verstreut. Die Brigade Kettlerkantonnirte um Marsannay, 2 Meilen nördlich Dijon, das Detache-ment Schon in Mirebeau; die Brigade Degenfeld sollte am 27. umPesmes eintreffen, die Brigade Knesebeck mit dem badischen Leib-Dragoner-Regiment war von Döle über Pesmes bis Gray gestaffelt,das 2. Reserve-Dragoner-Regiment stand zur Hälfte in Gray, mitje 1 Schwadron in Pesmes und Mirebeau.

Wir haben gesehen, dass dem General Hann neben der Ein-nahme von Dijon auch vorzugsweise die Abdrängung des Gegnersvon seinen natürlichen Verbindungen nach Süden durch Eisenbalm-zerstörungen in der Richtung auf Auxonne und Chälon sur Saöne,überhaupt weit ausholende Aufklärungen durch die Reiterei nachSüden hin empfohlen waren. Diese Massregel bezweckte auch, dieAnwesenheit diesseitiger Truppen zu verschleiern und jedenfalls denGegner zu veranlassen, die Ausschiffungspunkte etwaiger Truppen-transporte von Lyon her weiter nach Süden zu verlegen. Bei seinenAnweisungen war das Ober-Kommando von der dem General durchein Schreiben des Generalstabs-Chefs, Grafen Waitensleben, vom28. nahe gelegten Ansicht ausgegangen, dass eine Basirung aufDöle und ein Angriff auf Dijon von der strategisch wirksamstenSüd- und Südostseite her zu entscheidenden Ergebnissen führenmussten; denn die Erfahrungen des Generals Kettler bei seinenbeiden Angriffen von Westen und Norden hatten bewiesen, dass hiervon Natur sehr starke und mit zahlreichem schweren Geschütz-