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auch der Präfekt Luce Villiard meldete ihm Märsche beträchtlicher•Truppen von Montbard über Chanceaux auf 1s sur Tille und von Granceyüber Selongey mit der Richtung auf Gray und Champlitte ; derselbestellte ihm am 16. die Anwesenheit von 3000Preussen in Is sur Tille,•von 3—4000 in Selongey, den Marsch einer nachfolgenden Kolonnevon Chanceaux über Lamargelle, die Yortruppen zu Gemeaux, Luxund Fontaine Frangaise fest. Er machte ihn ausdrücklich daraufaufmerksam, dass Ricciotti am 15. von Is sur Tille nach Dijonzurückgegangen wäre.') Am 17. vervollständigte er diese Nach-richten durch eine grosse Menge von Einzelheiten, welche selbstin Betreff der preussisehen Regimentsnummern zutrafen; er theiltedie Unterbrechung der Eisenbahn zwischen Gray und Auxonne unddie Entblössung ersterer Stadt von französischen Truppen mit underwähnte, dass die 20 000 Garibaldiner zu Dijon seit vier Tagendie Vorwärtsbewegung zwischen Chanceaux und Is sur Tille wennauch nicht aufhalten, so doch wenigstens hätten stören können; 2 )ja am letzteren Abend entrollte er Bourbaki nochmals klar dasBild über die Märsche des Gegners, welche von Montbard auf Isund von Chätillon auf Selongey liefen: am 18. könnten 30 000 Mannzu Gray und Champlitte stehen, am 19. schon 40—45 000 Mann ;es handelte sich nicht um den Schutz von Dijon, für den 4000Mann ausreichten, wohl aber darum, dass General Cremer und die•Ostarmee nicht im Rücken gefasst würden. 3 )
An eingehenden und den Tbatsachen entsprechenden, recht-zeitigen Benachrichtigungen hat es sonach Bourbaki keineswegsgefehlt. Aber hier bewährt sich wieder recht der alte Spruch:Quem Deus vult perdere prius dementat. Freycinet, dem alle vor-genannten Depeschen und noch viele andere ebenfalls zugingen,wurde durch die entgegenstehenden Versicherungen Bordones, den erso eben erst mit schweren Vorwürfen über seine Unthätigkeit über-häuft hatte, vollständig mit Blindheit geschlagen. Zwar sucht ihnColonel Poullet zu entschuldigen, indem er sagt: 4 ) „Dass Freycinetbei dem Bestreben, die Wahrheit zwischen den beiden entgegen-gesetzten Benachrichtigungen von Seiten des Präfekten der Cöte d’Orund des garibaldinischen Generalstabs herauszuschälen, trotzdemer einen Augenblick Bordones Irrthum klar erkannt hatte, sich ge-täuscht hat, ist nur zu natürlich. Der Kriegs-Delegirte glaubteendlich, den kategorischen und beharrlichen Versicherungen Bor-dones gegenüber, dass die militärische Autorität mit mehr Kalt-
2 ) Per. II. 683 No. 7<)67. — 2 ) Ebd. 686 No. 77. — 3 ) Ebd. 688 No. 742— P. 153.