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zuvor, weshalb Schimmel das grösste Unglück ist, das einer Käfer-sammlung passiren kann.
Zum Aufspiessen der Käfer verwendet man nur die eigensfür diesen Zweck (besonders in Berlin, Karlsbad und Wien)angefertigten Insektennadeln an, aber nicht die ganz lange Sorte,sondern solche von nicht über 4 Ctm. Länge. Die meisten Sammlernehmen Nadeln, die an einer Seite einen Knopf haben, stechen sievon oben her durch die eine Flügeldecke und schieben den Käferan der Nadel so weit hinauf, dass zwischen Knopf und Käfer einAbstand von etwa 5 Mm. bleibt, wobei es für die Eleganz derSammlung von grösstem Werth ist, wenn die Käfer alle gleich hochstecken. Die Käfer blos bis in die halbe Höhe der Nadel zu schiebenoder gar auf dem Boden aufsitzen zu*lassen, ist verwerflich. Beiersterer Methode (Knopfnadeln) braucht man mehrere Sorten vonverschiedener Stärke und kommt bald an eine Grösse von Käfern,bei denen das Einstecken der Nadel und namentlich das Hinauf-schieben an derselben ohne Gefahr für das Insekt nicht mehr gelingt.
Weiter kommt man mit zweispitzigen Nadeln, sofern siesehr gut gemacht sind, d. h. sehr scharf sind und eine schlanke
Spitze haben, siehe Figur. Die Yortheilesind folgende:
1) Braucht man nur Eine Sorte in derStärke, d. h. man kann die wegen ihrerDünne und Federung sehr widerwärtigenschwächeren Nadelnummern entbehren, weildie verschiedenen Dicken der schlankenSpitze Ersatz leisten. Man sticht nämlich die Käfer vom Bauchaus an und lässt in kleine Käfer nur den sehr dünnen Spitzen-theil eindringen, z. B. die Strecke a b der Nadel obiger Abbildung,mittelgrosse Käfer occupiren die Nadel allenfalls von a—c, grossevon a—d.
2) Man braucht die Käfer nicht an der Nadel hinaufzuschieben,was gestattet, selbst so kleine Käfer wie die Cryptophagus-Artenanzuspiessen.
3) Die Arbeit des Anspiessens geht ungemein viel rascher vor sich-
Der Nachtheil der Methode ist, dass gelegentlich ein Käfer
von der Nadel abfallen kann, und dass man zum Ein stecken undAusziehen unter allen Umständen ein Zängchen haben muss. Ickmeinerseits ziehe die Zweispitze den Knopfnadeln entschieden vor.
d.
L
ffute Spitze
schlechte Spitze
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