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Die bayerische Industrie und die bayerische Landes-Ausstellung 1896 : zugleich ein Führer nach Industriezweigen für Fachleute / von Dr. Gottfried Zöpfl
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montanen Charakter. Dieser Theil der bayerischen Betrieb-samkeit, in unserem Zeitalter der Kohle und des Eisensgewiss kein unwichtiger, kommt auf der Ausstellung ziem-lich und jedenfalls mehr als auf der 1882 er Ausstellungzur Geltung. Man wird gewiss nicht verlangen, dass die37 bayerischen Hüttenbetriebe, Frisch- und Streckwerke,die 17 Steinkohlenbergwerke und die 24 Betriebe für Ge-winnung von Graphit, Asphalt und Erdöl ihre zum Theilenicht gerade vorzüglichen Produkte in der Ausstellungvorführen. Das Wichtigste ist so ziemlich vorhanden.Die Verwaltung der kgl. bayerischen Hütten-, Berg- und Salinen werke führt nichtblos ihren Produktionsprozess, sondern auch hübsche Guss-lind Schmiedeartikel und ihre wenigen Spezialitäten, wie dasBodenmaiser Potee und Vitriol in schönen Exemplaren vor.Auf die Abtheilung des Oberbergamtes werde ich am Schlüssemeiner Würdigung der Ausstellung vom didaktischen undanderen Gesichtspunkten noch zu sprechen kommen. Kohlen-proben sind von St. Ingbert , dann von der in aufsteigender Ent-wicklung begriffenenoberbayerischenAktiengesell-schaft für Kohlenbergbau in Miesbach , sowiein einem Schachtarrangement von derbayerischenBraunkohlen- und Briketge werkschaftSch warzenfeld und von Irsee ausgestellt. Bezüglichder bayerischen Torfindustrie (418 Betriebe, besonders beiKosenheim, Giinzburg, München, Erding, Sonthofen, Bruck ,Bischofsheim ) zeigt die diesjährige Ausstellung im Ver-gleich zur 1882 er grosse Fortschritte. Die TorfwerkeHaspelmoor, Feilenbach, Bischofsheim , Steinfels führenihre immer mannigfaltiger werdenden Artikel wie Press-torf, Stallstreu, Desinfektionsmulle, Isoliermulle u. s. w.in Proben und Analysen vor. Von der zu dieser Gewerbe-gruppe noch gehörigen rohen Metallbearbeitung ist hervor-