Friedrich von Hagedorn.
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L.
gest. 17LS.s
Wie thront auf Mooß' und Rasen
Gesundheit und Vergnügen
Der Hirt in stolzer Ruh';
Beleb't ihr Aug' und Herz,
Er sieht die Heerde grase»
Und reiz't in ihren Zügen,
Und spielt ein Lied dazu.
Und lach't in ihrem Scherz'.
.
Sein munt res Lied ergötzet
Und schcn't die Kenner nicht;
In jährlich neuen Schätzen
Natur und Lust ersetzet/
Zeigt sich des Landmann'S Glück,
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Was ihm an Kunst gebricht.
Und Freyheit und Ergötzen
Erheitern seinen Blick.
Aus Dorf und Büschen dringet
Verleumdung, Stolz und Sorgen, —
Der Jugend Kern hervor
Was Städte sklavisch macht:
Und scherz't und tanz't und singet
Das schwärzt nicht seinen Morgen,
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Nach seinem Haberrohr'.
Den Reihentan; vollenden
Das drückt nicht seine Nacht.
Die Hirten auf der Huth/
Nichts darf den Weisen binden,
Mit treuvereinten Händen,
Der alle Sinnen übt,
Mit Sprüngen/ voller Muth.
Die Anmuth zu empfinden,
Die Land und Feld umgiebt.
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Wie manche frische Dirne
Ihm prangt die fette Weide,
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Schmink t sich aus jenem Bach',
Und die bethau'te Flur. —
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Und giebt/ an Brust und Stirne,
Ihm grünet Lust und Freude,
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Doch nicht den schönsten nach.
Ihm malet die Natur.
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6. Der
Morgen.
l^ns lockt die Morgenröthe
Der Hügel weiße Bürde,
In Busch und Wald,
Der Schafe Zucht
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Wo schon des Hirten Flöte
Drängt sich aus Stall' und Hürde
Jn'ö Land erschallt.
Mit froher Flucht.
Die Lerche steigt und schwirret,
Seh't: wie die junge Heerde
st,
Von Lust erregt;
Den Morgen fühlt
Die Taube lacht und girret;
Und auf der frischen Erde
Die Wachtel schlägt.
Um Blumen spielt.
Die Hügel und die Weide
Der Jäger macht schon rege
Steh'n aufgehellt.
Und hetzt das Reh
Und Fruchtbarkeit und Freude
Durch blutbetriefte Wege,
Beblümt das Feld.
Durch Busch und Klee.
Der Schmelz der grünen Fläche»
Sein Hüfthorn giebt das Zeichen;
Glänzt voller Pracht,
Man eilt herbey; —
Und von den klaren Bächen
Gleich schallt aus allen Sträuchen
Entweicht die Nacht.
Das Jagdgeschrey.