Albrecht von Halter.
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9. Der Fischer und der Schatz.
Ein Fischer, der mit seinen NetzenBrod und Zufriedenheit gewann,
That einen schweren Zug. — Voll Mitleid und EntsetzenTrifft er im untern Garn' iht einen Todten an. —
„Der soll," — sprach er, — „von mir den letzten Dienst erhalten.Vielleicht — daß in der TodesnachtDies seinen Schatten ruhig macht,
Wie der um'S Leben kam, so kann ich selbst erkalten." —
Er trug ihn fort an einen sichern Platz,
Den nicht die hohe Fluth erreichte;
Hier grub er tief und schwitzt' und keuchteUnd fand im Graben — einen Schatz.
Der Schickung Hand ist stets bereit,
Der Tugend Werke zu vergelten.
Sie sorgt mit gleicher WachsamkeitFür jeden Menschen wie für Welten.
Albrecht von Halter,
geboren den 18. Sctober 17NS, gestorben den 12. December 1777.
1. Der Fuchs und die Weintrauben.
Ein Fuchs, der auf die Beute ging,
Fan- einen Weinstock, der, voll rother Trauben,
An einem Ulmbaum- hing.
Sie schienen ihm ein köstlich Ding;
Allein beschwerlich abzuklauben.
Er schlich umher, den nächsten Zugang auSzuspäh'n,Umsonst! — kein Sprung war abzuseh'n. —
Sich selbst nicht vor dem Trupp der Vögel zu beschämen,Der auf den Bäumen saß, kehrt er sich um und sprichtUnd zieht dabei verächtlich das Gesicht:
„Was soll ich mir viel Mühe nehmen,
Sie sind ja herb, und taugen nicht!" —
er- 2. Der beste Rönig.
nd. Die Thiere wollten einen KLnig wählen. Es warfen sich Viele z»r Wahl
auf, worunter auch der Löw' und der Hirsch war. An diesem pries man