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Christ. Fürchtegott Gellert.
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Als Moses dieses sah, fiel er betrübt, zur Erden;
Doch eine Stimme rief: „hier kannst du inne werden:Wie in der Welt sich Alles billig fügt;
Denn wiß': es hat der Greis, der itzt im Blute liegt,
Des Knaben Vater einst erschlagen,
Der den verlor'nen Raub zuvor davon getragen."
12. Der Tanzbär.
Ein Bär, der lange Zeit sein Brod ertanzen müssen,
Entrann und wählte sich den ersten Aufenthalt.
Die Bären grüßten ihn mit brüderlichen KüssenUnd brummten freudig durch den Wald.
Und, wo ein Bär den andern sah,
Da hieß eS: „Petz ist wieder da!" —
Der Bär erzählte d'rauf, was er in fremden LandenFür Abentheuer ausgestanden,
Was er gesehn, gehört, gethan,
Und fing, da er vom Tanzen red'te,
» Als ging' er noch an seiner Kette,
Auf Polnisch schön zu tanzen, an. —
Die Brüder, die ihn tanzen sah'n,
Bewunderten die Wendung seiner Glieder,
Und gleich versuchten es die Brüder;
Allein, anstatt, wie er, zu geh»,
So konnten sie kaum aufrecht steh'n,
Und Mancher fiel, der Länge lang, darnieder.
Um destomehr ließ sich der Tänzer seh n.
Doch seine Kunst verdroß den ganzen Haufen. —
„Fort," — schrieen Alle, — „fort mit dir! —
Du Narr, willst klüger sein als wir?" —
Man zwang den Petz, davon zu laufen. —
Sey nicht geschickt! — man wird dich wenig Haffen;
Weil dir dann Jeder ähnlich ist;
Doch, je geschickter du vor vielen Andern bist.
Je mehr nimm dich in Acht, dich prahlend seh n zu lassen! —Wahr ist'S; man wird, auf kurze Zeit,
Von deinen Künsten rühmlich sprechen;
Doch traue nicht! — bald folgt der NeidUnd macht aus der GeschicklichkeitEin unverzeihliches Verbrechen.