gest. 17SS.1
Ioh. Peter Uz.
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Gieb mir, o Gott, der willig giebt,
Ein Herz, das nur das Gute liebtUnd rein und heilig ist!
Mach' And're groß, o Herr! ich seyVergnügt und meiner Pflicht getreu, —Ein Weiser und ein Christ!
2. Gott im Gewitter.
Du Schrecklicher, Wer kann vor dirUnd deinem Donner steh'n?
Der Herr ist groß; was trotzen wir?
Er winkt, und wir vergeh'n.
Er lagert sich in schwarze Nacht;
Die Völker zittern schon:
Geflügeltes Verderben wachtUm seinen Strahlenthrvn.
Rothglühend, schleudert seine HandDen Blitz aus sinst'rer Höh'
Und Donner stürzt sich auf das LandIn einer Feuersee.
Den Herrn und seinen Arm erkenntDie zitternde Natur;
Der Himmel weit umher entbrenntUnd weit umher die Flur.
Wer schützt mich Sterblichen, — mich Staub;
Wenn, der im Himmel wohntUnd Welten pflückt, wie dürres Laub,
Nicht huldreich meiner schont?
Wir haben einen Gott, voll Huld;
Auch wenn er zornig scheint;
Er herrscht mit schonender Geduld, —
Der große Menschenfreund.