gest. 180 ZJ
Gottlieb Konrad Pfeffel.
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„Dir armes Ding! — man steht dich kaum/' —Sprach er zu ihm; — doch ich
Erhebe mit KrsnionS Baum'
Bis in die Wolken mich." —
»»Ich trage/"" — rief das Kraut ihm z»/ —„„Mich selbst/ so klein ich bin;
Doch/ ohne Stütze/ kröchest duJa nur am Boden hin."" —
Wer sich/ aus fremden Schulter»/ hebt/Ist Sklave/ Wer er sey'.
Nur Wer/ selbststandig/ für sich lebt/ —Kann sagen: ich bin frey.
8 . Die beiden Hunde.
Ein Junker hielt sich ein Paar Hunde;
ES war ein Pudel und sein Sohn. »
Der junge/ Namens Pantalon/
Vertrieb dem Herrchen manche Stunde/
Er konnte tanzen/ Wache steh'N/ —
Den Schubkarr'n zieh'N/ — in's Wasser geh'N/ —Und Alles dieses aus dem Grunde.
Der schlaue Fritz/ des Jägers Kind/
War Lehrer unsers Hund'ö gewesen/
Und dieser lernte so geschwind/
Wie mancher Knabe — kaum das Lesen.
Einst siel dem kleinen Junker ein:
Es müßte noch viel leichter sey»/
Den alten Hund gelehrt zu machen. —
Herr Schnurr war sonst ein gutes Vieh;
Doch seine Herrschaft zog ihn nieZu solchen hochstudirten Sachen;
Er konnte blos das Haus bewachen.
Der Knabe nimmt ihn vor die HandUnd stellt ihn aufrecht an die Wand;
Allein der Hund fällt immer wiederAuf seine Vorderpfoten nieder.
Man ruft itzt den Professor Fritz;
Auch der erschöpfte seinen Witz. —
Umsonst! — es will ihm nicht gelingen/
Den alten Schüler zu bezwingen.