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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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Johann Georg Jakobi

fgeS. 1740.

Doch plötzlich ward dem DiebeDie Zeit zu lang; er machtDas Bachlein tückisch trübe,Und, eh' ich es gedacht,

So zuckte seine Ruthe;

Das Fischlein zappelt d ran.Und ich, mit regem Blute,S.ah' die Betrogne an.

Die ihr am gold'nen QuelleDer sichern Jugend weilt,Denk t doch an die Forelle;Seht die Gefahr und eil't!

Meist fehlt ihr nur aus MangelDer Klugheit; Mädchen, seh't

Verführer mit der Angel!Sonst blutet ihr zu spät-

Iohaun Georg I a k o b i,

geboren 1740«

1. Segen der Natur.

l§eegen, reicher Seegen kröntUnsre Fluren wieder.

Zwar, beim süßesten Gesang',Thürmen sich Gewitter;

Sicheln rauschen; Jubel töntIn die Thäler nieder.

Feindesruf und WaffenklangHemmt das Mahl der Schnitter;

Jeder Baum ein Lustgezelt,Ueberall Gesänge:

Plötzlich schweigt die Feldschalmei,Beben Wald und Wiese,

O der schönen GotteSwelt!

O der Freuden Menge!

Und zu langer WüsteneiWerden Paradiese.

Doch im Lenze grünt das Feld,Keimt die Saat aufs Neue;Für die schöne GotteSweltSorgen Lieb' und Treue.Mag um stille Büsche dortWilde Zwietracht wüthen!Ruhig lebt das Tänbchen fort,Nachtigallen brüten.

2. Die Frösche.

Worüber war der liederreiche May.

Schon saß der Vögel Chor/ stillbrütend, auf dem Neste;Da hielten ihre SvmmerfefteDie Frösche, mit lautquackendem Geschrey'.

Der ält'ste hob, im drsllichtem Triumphe,