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Friedrich Justin Vertu ch
Am Hügel lag ein großer Stein;
Den wollt' es überspringen.
Sieh da! es springt und — bricht ein Bein;Aus war nun Lust und Springen.
Ihr lieben/ muntern Kinder/ schreib'tDies tief in eure Herzen:
Die Freuden/ die man übertreibt/Verwandeln sich in Schmerzen:
2. Das milchweiße Mäuschen.
Ein milchweiß' Mäuschen war einmalAus einer großen MäusezahlDas einz'ge seiner Art.
Sein Fellchen war dem Atlaß' gleich/
So glatt/ ss schimmernd und s» weich;
ES selbst war klein und zart.
„Kind/" — sprach die Mutter einst zu ihr/ —
„Noch kennst du nicht das Ungethüm/
Die Kahe/ unsern Feind.
Sie paßt auf uns in stnst'rer Nacht.
Dein Fell ist weiß; nimm dich in Acht!
Mein Rath ist gut gemeint.
Auch vor der Eule hüte dich!
Dir fehlt Erfahrung: wie man sichGefahren klug entzieht." —
Mein Mäuschen dünkt sich klug und spricht:
,,„O/ Mutter/ sorg' für mich nur nicht!
Ich weiß schon, wie man sticht."" —
Nun ging es einstens auf den SchmausDes Abends ohne Mutter ausUnd tanzte frisch und keck;
Doch / da es wieder heimwärts ging;
Da kam die Eule schnell und singMein weißes Mäuschen weg.
^,„Ach/"" — riefö/ — „„wie war ich doch bethort!Hatt' ich der Mutter Rath- gehört;
So litt' ich nicht den Tod."" —
Allein das weiße Mäuschen schrieUmsonst; die Eule speiste sie/
Zu ihrem Abendbrvd'.