gest. 1772.^1 Johann Benjamin Michaelis.
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Er jagt und schlägt/ und/ — fth't! er fing/
Als schon die Sonne unterging/
Zwar freylich mit Verlornem Huth',
Zwar Hemd' und Kleid/ voll Staub und Blut;Zwar zitternd vor des Vaters Zorn; jedoch er fingDen allerliebsten Schmetterling.
So strebt der Mensch nach dem BesitzeDes eit'len GutS/ voll Leidenschaft/
Und opfert'/ in verhörter Hitze/
Der ed'len Seele schönste Kraft/
Um nach Verlust und tausend Plagen/
Ein eitel' Kleinod zu erjagen.
5. Der Staar und die Lerche.
>,^!8ie Viel fehlt dir an PhilomeleN/ —
Mein Kind/ und wird dir ewig fehlen!" —Sprach zu der Lerche Matz / der Staar.;
„„Mein Freund"" — erwiederte die Lerche/ —,,„Du plapperst/ wie der Mund der Störche;Doch/ Was du tadelst / DaS ist wahr.
Nur wünscht' ich wol/ mich zu bekehren:
D»/ Weiser/ möchtest selbst mich lehrenDer Nachtigallen hellen Schlag.
Vielleicht/ daß mir es dann gelingen, —
Dir/ großem Meister/ nachzusingen/
Dich zu erreichen/ glücken mag."" —
Beschämt/ entwich / sich zu verstecken/
Herr Staarmatz in die dunkel» Hecken/
Und dachte nach der alten Lehr':
Vergessend eigener Gebreche»/
Ist leichter Tadel auSzusprechen;
Doch, — selbst zu bessern, — bleibt wol schwer.
6. Der Kanarienvogel.
Ein Vogel aus KanariaLieß einst in deutscher Luft sich nieder;
Schnell war ein Schwärm von Vögeln daUnd musterte des Fremdling s Lieder.
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