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Friedrich von Hagedorn
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Er geht. — Ben Haly setzt sich NiederUnd endlich fragt er, mit Verdruß':
„„Wie kommt's, daß man hier warten muß?
Kommt denn dein Geg'ncr noch nicht wieder?
Von Rechten hat er Nichts gelernt; —
Was will er, daß sein Baum beweise? —
, Ist dieser Baum so weit entfernt?
Vraucht'S ihn zu finden, einer Reise?"" —
„Nein, — einer Reise braucht es nicht;
Der Baum ist nah genug." — „„Entdeckter Bösewicht,"" —Ruft Haly zürnend aus; — „„vor einer halben StundeWar weder Baum noch Diamant,
So wie du schwurest, dir bekannt,
Und nun verdammst du dich mit deinem eig'nen Munde? —Wohlan! daß itzt vor aller WeltEin Jeder Das, Was ihm,gebührt, empfange! —
Dem Selim werde flug'S sein Kleinod zugestellt!
Orchan bereite sich zum Strange!""
Der Türk' besaß die Klugheit nicht,
Die vielen Christen Häuser bauet;
Da, mit so blinder Zuversicht,
Kein Bruder mehr dem andern trauet.
Der Irrthum alter deutscher Treu'
Ist mit der alten Zeit vorbei.
Wir sind der höhern Kunst Exempel. —
Die Einfalt nahm den Handschlag an;
Was fordert itzt ein kluger Mann? —
Verschreibung, Zeugen, Pfand und Stempel! —
4. DerLuchsundderBock.
^inst reiste Meister Fuchs zu einem seiner SchwägerIm schwülem Sommer über Feld,
Es hatte sich zu ihm ein Ziegcnbock gesellt,
Der dumm und sicher war, wie viele Hörnerträger. —
Ein Abweg führte sie vor eines Pachters Haus;
Da ward, für ihren Durst, ein Schöpfbrunn' angetroffen.
Hier tranken beiderseits. — „Das heiß' ich recht gesoffen," —Hub Rein'ke, bellend, an, — „und zu vollkommnem Schmaus'Fehlt nur ein feister Hahn; der Hühnerstall steht offen." —„„Wie aber kommt man hier herauf?"" —
„Mein Freund, darf ich den Anschlag geben;