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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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13
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geb. 1708^

Friedrich von Hagedorn

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Nur Dieser habe nie der Schüsse Ziel verfehlet;

Weil sein geschwinder Pfeil/ dem er die Kraft ertheilt,

Oft Vögel in der Luft im stärksten Flug' ereilt.

Wohl!" sprach AmyntaS Sohn,wann wir mit Staaren streiten;So soll er ganz gewiß, bei'm Angriff', uns begleiten."

Das scheint vortrefflich schön; denn Wer bewundert nichtDen göttlichen Verstand; sobald ein König spricht?

Der Schütze, seine Kunst nicht mehr verhöhnt zu sehen,

Eilt, den Belagerten, rachsüchtig, beizustehen.

Er flieht in ihre Stadt, verstärkt die GegenwehrUnd macht so Sturm als Sieg dem stolzen Heere schwer,

Das plötzlich sich verscheucht und voll Bestürzung fühlet,

Weil AsterS scharfer Pfeil, auf Philipp abgezielet,

Den, ihm bestimmten, Flug, mit dieser Aufschrift nimmt:

Des Philipp'« rechtem Aug' ist dieser Schuß bestimmt."

Der König, der ihn nicht im Ernst' so furchtbar glaubte,

Bereut den Hechelscherz, der ihm sein Auge raubte,

Und schießt den Pfeil zurück, mit dieser Gegenschrift:

Du, Aster, kommst an's Kreuz; sobald man dich betrifft."Kaum ward der Friede d'rauf der frohen Stadt versprochen,

So wird auch Asterö Scherz durch seinen Tod gerochen.

7. Apollo und Minerva.

Äer Gott der Aerzte und Poeten

Und Pallas wurden einst vom Himmel weggcbannt;Die Ursach' ist noch unbekanntUnd scheint, zu wissen, nicht von Nöthen.

Als dieses Paar die Welt betrat,

Beriethen Beide sich: was Bestens anzufangen?

Apollo sprach:ich schaffe Rath;

Mein Lebensöl muß Brod erlangen."

Minerva rief, frohlockend, aus:

Auch meiner Kunst bedarf ein jedes Haus.""Man wagt itzt den Versuch und baut im nächsten OrteZwey große Storgerbühnen auf.

Apollo hat, als Arzt, viel Herrliches zu Kauf'

Und rühmt Das, Was er hat, Lurch ausgesuchte Worte:

Sein Wunderelixir, das alte Haut verjüngt,

Den echten Theriak', die besten Augensalben,

Ein Oel, das jede Krankheit zwingt,

Und Apotheken g'nug zu ganzen und zu halben.