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geb. 171L.)
Christ. Ewald von Kleist
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Wie Der, der sich von seiner Schönen trennt,
Untrösibar ist; die dunklen Blicke klebenAn allein starr und sehen nichts; er rennt,
Er seufzet tief, er haßt der Städte Leben,
Sucht Kluft und Wald, klagt, ringt die Lände, schreyt,Der Wiederhat! klagt mit und mehret noch sein Leid.
So sehn' ich mich, o grüne Finsterniß,
Im dichten Hain', ihr Hecken und ihr Auen,
Nach eurem Reiz'; so klag' ich, ungewiß:
Euch einmal nur, geschweige stets zu schauen.
O, ruf't mich bald! — O Doris, drücke duMir dort dereinst die Augen, weinend, zu!
7. G r a b l i e d.
eh' dir: daß du gestorben bist) —Du wirst nicht mehr Aurora seh'n;
Wenn ste vom Morgen Himmel blicktIn rother Tracht, mit goldnem Haar', —Und — die bethauten Wiesen nicht, —>Auch nicht im mclanchol'schen Hain'
Die Sonn' im Spiegel grüner Flur.
Der Veilchen Dust wird dich nicht mehrErfreu'», und — Las Gcmurmel nichtDes Bach'S, der Rosenbiische trankt.
Aus dem vor Zephpr's sanftem Hauch'
Die kleinen krausen Wellen flieh».
Auch wird dich Philomele nichtMehr rühren durch der Töne Macht,
Auch — meines Krause Leyer nicht,
Die, Philomele» ähnlich, seufzt. —
Allein du wirst auch nicht mehr sehn:Daß sich der Tugendhafte gualt, —
Sich seiner Blöße schämt und darbtUnd seine Lebenszeit verweint;
Indessen daß in Seid' und Gold
Der Vösewicht stolzirt und lacht.
Du wirst nicht sehn: Laß ein TyrannDie Ferse freygebor'ncm Volk'
Hochmuthig in den Nacken seht,
Das ihm Tribut u») Steuer zahlt,
Nicht für den Schutz; nein, sur die Lust.Kein Narr, kein Höfling wird dich mehrMit dummer Falschheit, peinigen,
Und keine Rachsucht lieht aus dichMit scheelen Blicken eines Wols's.
Nicht Ungewitter, Pestilenz,
Nicht Erderschuttcrung und KriegErschreckt dich mehr. Der Erde PunktSammt Pestilenz und Krieg,mit NothFlieht unter deinen Fuße» fort,
In Dunst und Blitz genuckelt. SturmUnd Donner ruft weit unter dir,
Und Ruh' und Freude labt dein HerzIn Gegenden, voll Heiterkeit. —
Wohl dir: daß du gestorben bist!
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